Grenchen
26.10.2016

Herbstzeit ist Erntezeit

Der viele Regen im Frühling hat dem Obst- und Ackerbau ziemlich zugesetzt.zVg.)

Der viele Regen im Frühling hat dem Obst- und Ackerbau ziemlich zugesetzt.zVg.)

Viel Regen im Frühling, wenig im Herbst. Wie wirkt sich das auf die Ernte aus? Hat sich eine Art Obst besonders gut entwickelt? Oder war dieses Jahr ein besonders schlechtes für die Bauern? Der GrenchnerObst-Bauer Konrad Vogt, hatunsere Fragen beantwortet.

Sinja Gräppi (Text)

«Abgesehen vom Gras hat sich der Regen negativ auf die übrigen ausgewirkt», erklärt der Grenchner-Landwirt Konrad Vogt. Am schlimmsten waren die Auswirkungen auf den Ackerbau, insbesondere beim Getreide, Mais und bei den Zuckerrüben. Durch die Nässe konnten sie schlecht trocknen, was zu starkem Pilzbefall führte. «Die Ernte war in diesem Jahr so schlecht wie noch nie.» Auch das Obst ist vom Pilzbefall betroffen. «Hier konnten wir das Problem mit Pflanzenschutzmitteln in den Griff bekommen.» Dem Obst, vorwiegend dem Steinobst, hat vorallem der Blütenfrost im Frühling zugesetzt. Auch der Futterbau hat gelitten. Lediglich das Gras und somit die Heuernte hatten Verspätung. «Im grossen und ganzen kamen wir aber glimpflich davon, auch weil Grenchen vom Hagel weitgehend verschont wurde», erzählt Konrad Vogt.

Einzig der Kürbis spürte von all dem nicht so viel. Das Gemüse istaufgrund seiner vielen Formen undFarben zu einem wahren Klassiker im Herbst geworden. Zum typischen Herbstobst zählen zudem Zwetschgen, Kernobste und natürlich Äpfel und Birnen. Die Zwetschgenernte ist seit Ende September abgeschlossen, die Kernobsternte seit Mitte Oktober. Auch die Ernte von Äpfeln und Birnen ist weitestgehend abgeschlossen. Zurzeit werden noch Zuckerrüben geerntet. «Diese werden gestaffelt geordnet und laufend in die Zuckerfabrik in Aarberg gebracht, wo sie zu Zucker weiterverarbeitet werden», so Vogt. Hinzu kommt die Winterweizensaat, die Mitte Oktober begonnen hat. Das Ansähen von Raps und Gerste ist Ende August respektive Ende September bereits über die Runden gegangen. Ausserdem sind im Moment die letzten Graskonservierungen im Gange. «Dieses wird entweder im Silo als Tierfutter konserviert oder direkt verfüttert», so Konrad Vogt.