Grenchen
26.10.2016

Ein Stück zum Reinbeissen

Läbchueche – ein Stück mit Tiefgang, zum Nachdenken und zum Mitschmunzeln.zVg.)

Läbchueche – ein Stück mit Tiefgang, zum Nachdenken und zum Mitschmunzeln.zVg.)

Zum Einstieg in die ‹Läbchueche›-Saison bringt Grenchens Theaterfrau Iris Minder den würzigen Honigkuchen auf die Bühne. Es geht um das Thema Einsamkeit, um eine Frau, ihren Kanarienvogel Alfredo und eine leere Tafel. Ein ernsthaftes Stück, das nicht nur traurig ist.

Sabine Born (Text)

«Violetta lebt mit ihrem Kanarienvogel Alfredo zusammen. Sie hat viele Gäste zu einem Lebkuchenessen eingeladen», erzählt Iris Minder. «Und zwar weil sie davon ausgeht, dass all diese Menschen sehr einsam sind, die Gesellschaft anderer geniessen, die Wärme und Würze eines Lebkuchens schätzen würden.» Doch niemand kommt. Und die Geschichte geht los....

Violetta hört Stimmen aus der Vergangenheit, Violetta als Kind, Violetta als junge Frau, aber auch die Stimme der gleichaltrigen Violette, welche die Dinge beim Namen nennt. Man erlebt sie in vielen Auseinandersetzungen mit sich selber. «Es ist ein Stück zum Nachdenken, aber auch eines das Freudebereitet.» Die Einsamkeit ist ein Thema, dass in den nebligen November passt, aber auch in die Vorweihnachtszeit, die mit dem 1. Dezember beginnt.

Weihnachten ist das Fest der Familie, wer sie alleine verbringt, wird bedauert. Violetta suhlt sich in herrlichen Erinnerungen an festliche Weihnachten, übt sich dabei aber vor allem in Schönfärberei. Denn eigentlich waren sie alles andere als harmonisch. Selbst Englands Prinzessin Kate ist einsam – meint Violetta – und bietet sich ihr als Brieffreundin an.

«Um die Einsamkeit ist’s eine schöne Sache, wenn man mit sich selbst in Frieden lebt und was Bestimmtes zu tun hat», hat Goethe einst gesagt. «Ich suche die Einsamkeit auch, um kreativ zu sein», sagt Iris Minder, «aber ich bin nicht vereinsamt wie Violetta.»

Läbchueche gibt es ab dem 17.November auf der Bühne im Gänggi. Der Vorverkauf startet am 1. November.