Seeland
26.12.2017

2018: Mehr Schulraum und Gruppenpraxen für das Seeland

2017 neigt sich dem Ende zu, und es wird Zeit, sich über das neue Jahr Gedanken zu machen. Wir haben mit drei Gemeindepräsidenten einen Blick ins neue Jahr gewagt

Sinja Gräppi

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu, die Planung für das neue Jahr hat bereits begonnen. Auch in den Seeländer Gemeinden ist 2018 einiges in petto. So müssen sich die Gemeindepräsidenten etwa aufgrund der zunehmenden Bevölkerung auch mit Schülerzahlen befassen und die Schulraumplanung entsprechend anpassen.

Neubau und Sanierung in Pieterlen

In Lengnau kommt es nächstes Jahr zur Abstimmung über den Bau eines Doppelkindergartens. «Der Architekturwettbewerb ist abgeschlossen. Im Januar werden die verschiedenen Projekte präsentiert», sagt Max Wolf, Gemeindepräsident von Lengnau. Auch in Pieterlen sind entsprechende Projekte geplant. Mit der Genehmigung des Verpflichtungskredites will Gemeindepräsident Beat Rüfli zusätzlichen, modularen Schulraum schaffen. Zudem sollen die Westfassade in der Primarschule und die Klassenzimmerbeleuchtung saniert werden. Beat Rüfli: «Der Neubau und die Sanierung machen einen grossen Teil der Investitionen 2018 aus.»

Bauverzögerung wegen Einsprachen

Weil es in der Schweiz immer weniger Ärzte gibt, schliessen sich Ärzte immer mehr zu einer Gruppenpraxis zusammen, und es entstehen in kleineren und grösseren Gemeinden Ärztezentren für den Ort und die umliegenden Gemeinden. In Pieterlen ist es kommenden Sommer so weit. «Das medizinische Versorgungssystem ist der erste Schritt für einen qualitativen Fortschritt für das Dorfleben und eine Weiterentwicklung des Dorfkerns», meint Rüfli. Weiter wünsche er sich eine gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Verwaltung. «Und natürlich sehne ich Jahr für Jahr den Weltfrieden herbei.»

Auch in Lengnau ist ein Ärztezentrum geplant. Im Gegensatz zu Pieterlen wartet man aber in der Nachbargemeinde noch auf die definitive Baubewilligung. Eigentlich hätte der Bau im Herbst dieses Jahres beginnen sollen, jedoch gibt es weiterhin Einsprachen. Ähnliches gilt für die Dreifachturnhalle mit Bibliothek und Einstellhalle. Seit sechs Jahren gibt es auch dort immer wieder Einsprachen. Max Wolf sagt deshalb: «Es ist besser zu versuchen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man etwas verpasst hat.»

Bevölkerungswachstum limitiert

In der Kleingemeinde Romont ist ebenfalls ein grösseres Projekt in Planung. Das ehemalige Einkaufszentrum soll in ein Bürogebäude umgebaut werden. Gemeindepräsident Yvan Kohler erhofft sich neben diesem Umbau weitere Fortschritte in der Gemeinde. Besonders die Bevölkerungsentwicklung liege ihm am Herzen. Dabei bereitet ihm jedoch der Kanton Probleme. «Der Kanton hat für die nächsten 15 Jahre ein Limit des Bevölkerungswachstums von zwei Prozent festgelegt. Das wirkt sich negativ für kleine Gemeinden aus, Städte werden dagegen noch grösser», moniert Kohler.

Wir haben auch bei den Gemeindepräsidentinnen von Leuzigen und Büren nachgefragt. Claudia Witschi tritt aber Ende Jahr als Gemeindepräsidentin von Büren zurück und wollte verständlicherweise keinen Ausblick machen. Die Leuziger Gemeindepräsidentin Margrit Geissbühler liegt mit einer Grippe im Bett und konnte deshalb keine Auskunft geben.