Wochenthema
09.01.2018

Der letzte Gang des Weihnachtsbaums

O du Fliegender: Die Zeit der Weihnachtsbäume ist wieder für eine Weile vorbei, doch ihren letzten Zweck haben sie noch nicht erfüllt. zVg)

O du Fliegender: Die Zeit der Weihnachtsbäume ist wieder für eine Weile vorbei, doch ihren letzten Zweck haben sie noch nicht erfüllt. zVg)

WEIHNACHTSBAUMENTSORGUNG Nach dem Drei-königstag haben der Stern am Christbaum und somit auch der Baum darunter ihren Zweck (fast) erfüllt und verschwinden wieder aus den Stuben. In Arch werden die Tannenbäume dann in geselligem Rahmen gesammelt und landen dann in der Kompostieranlage in Grenchen.

Stefan Kaiser

Der Zweck eines Weihnachtsbaums ist mannigfaltig: Als nachwachsender Rohstoff bindet er Kohlendioxid und erfreut Waldspaziergänger; nach seiner Ernte beschert er Bürgergemeinden und Baumschulen schöne Einnahmen; durch seine Pracht und seinen Geruch trägt er entscheidend zur Weihnachtsatmosphäre bei und leitet mit einem Stern auf dem Giebel den modernen «Drei Königen» mit ihren Geschenken den Weg; schliesslich bietet er noch ein knisterndes Feuerchen oder kann zum Mulchen verwendet oder kompostiert werden. Letzteres geschieht mit vielen Weihnachtsbäumen aus Arch, wo der Jodlerklub Meierisli zusammen mit der Gemeinde die Bevölkerung wie letzten Samstag zur traditionellen Entsorgungsaktion mit Suppe und Wurst beim Gemeindehaus eingeladen hat.

Gemeinsam mit anderen Grünabfällen werden die Tannenbäume danach in die Anlage der Axpo Kompogas AG in Grenchen gebracht. «Wir erhalten zwar viel Grünzeug und aktuell viel Schnittholz aus den Gemeinden und von Privaten», erklärt der Platzchef Kurt Häni, «aber auch mit den Weihnachtsbäumen erreichen wir im Winter keine Spitzenmengen.» Die Komposterde werde je nach Produkt noch mit Torf, Erde oder Sand angereichert und finde hauptsächlich in der Landwirtschaft Absatz.