Grenchen
09.01.2018

Nach Traumstart (kurz) Pause

Beide Skilifte waren geöffnet und ermöglichten Abfahrten durch die tiefverschneite Landschaft. Jana Csloviecsek)Zwei Schneeschuhtrails auf dem Grenchenberg sind neu mit einer Routennummer ausgezeichnet. zvg)

Beide Skilifte waren geöffnet und ermöglichten Abfahrten durch die tiefverschneite Landschaft. Jana Csloviecsek)

Zwei Schneeschuhtrails auf dem Grenchenberg sind neu mit einer Routennummer ausgezeichnet. zvg)

Grenchen Die Wintersaison auf dem Grenchenberg hätte nicht besser beginnen können. Über die Festtage präsentierten sich die Schneeverhältnisse schlichtweg ideal. Und dazu gab es noch eine erfreuliche Meldung für die Schneeschuh-Community. Die Wetterschmöcker prophezeien zudem prächtige Wintermonate.

Joseph Weibel und Daniel Martiny

 

Zuerst war es eine Kaltfront, dann kam die Wärme. Sie brachte Regen und liess den reichlich gefallenen Schnee auf dem Grenchner Hausberg schmelzen. Immerhin über die Weihnachtstage herrschten Verhältnisse wie aus dem Bilderbuch. Ganz anders als vor einem Jahr. Da sprachen die Wetterfrösche von einem Winter, der zu den wärmsten gehöret seit Messbeginn vor 150 Jahren. Es gibt sie aber trotzdem noch, die schneereichen und kälteren Winter. Er ist noch nicht zu Ende. Davon sind die Experten überzeugt.

 

Ideale Verhältnisse

Dabei lief anfänglich alles nach Mass und der Wetterregel. Zur Saisoneröffnung Mitte Dezember hatte der Winter definitiv auf dem Grenchenberg Einzug gehalten. Fünf Jahre lang hatte man nie mehr einen solch guten Saisonstart erlebt. Die Schneeverhältnisse präsentierten sich über die Weihnachtstage absolut ideal und die Wintersportler profitierten von 50 bis 80 Zentimeter Pulverschnee. Der Betrieb über die Festtage war gesichert und Hunderte von Skifahrern, Rodlern, Schneeschuhläufer und Spaziergänger nutzten die herrlichen Bedingungen für ihr Vergnügen in der weissen Pracht. Zwar stiegen die Temperaturen in der Altjahreswoche kontinuierlich an, die grossen Schneemengen, sowie die bestens präparierten Pisten und Loipen, sorgten jedoch vorerst für uneingeschränkten Wintersport-Genuss.

Neuschnee dringend erwünscht

Die gute Nachricht: Wer auf den Berg will braucht keine Schneeketten. Das Obligatorium wurde zwischenzeitlich aufgehoben. Die schlechte Nachricht: Die geplanten Nachtskifahren am Mittwoch und Freitag vor einer Woche mussten abgesagt werden. Die Pisten waren zwar nicht gänzlich geschmolzen, aber an eine Freigabe war nicht mehr zu denken. «Wir hoffen nun auf einen neuerlichen Wintereinbruch», schauen die Verantwortlichen hoffnungsvoll in die Zukunft. Es brauche mindestens einen halben Meter Neuschnee, um den Betrieb von Skilift und Pisten wieder aufnehmen zu können.

Schneeschuhwandern immer beliebter

Auf dem Grenchenberg wird aber nicht nur Alpinski gefahren. Die Verantwortlichen ziehen Loipen und bewirtschaften auch Schneeschuh-Trails. Christoph Speiser ist Verantwortlicher Winteraktivitäten von Grenchen Tourismus. Er freut sich über eine frohe Neuigkeit zum Jahresende: «SchweizMobil hat unter «Best of Winter» aus verschiedenen Winteraktivitäten auch zwei Trails von Grenchen Tourismus aufgenommen und ist seither mit SchweizMobil verlinkt». Was heisst das konkret? «Diese zwei Trails – Wandflue Nr. 211 und Fuchsboden Nr. 212 – sind neu zusätzlich auf den Wegweisern mit einer Routennummer ausgezeichnet», erklärt Speiser. Grenchen Tourismus bietet regelmässig geführte Schneeschuhwanderungen durch. Die wichtigste Voraussetzung sind intakte Schneeverhältnisse. Aktuelle Auskunft erhält man auf der Website: www.grenchentourismus.ch/entdecken/winter/ schneeschuhwandern

Mut machen uns die Muotathaler Wetterpropheten: Ende Oktober 2017 waren sich die Wetterschmöcker für einmal (fast) einig: Viel Schnee, viel Sonne. Uns erwarten prächtige Wintermonate.