Büren an der Aare
09.10.2018

Der Bürenlauf ist auch ein Stadtfest

Heidi Bauder-Schwab: «Wer diesen Lauf schafft, ist ein Sieger.» (Bilder: zvg)Stimmungsvoll mit vielen sportlichen Höhepunkten: Das soll auch übermorgen am 32. Bürenlauf nicht anders sein.

Heidi Bauder-Schwab: «Wer diesen Lauf schafft, ist ein Sieger.» (Bilder: zvg)

Stimmungsvoll mit vielen sportlichen Höhepunkten: Das soll auch übermorgen am 32. Bürenlauf nicht anders sein.

Der Bürenlauf wird 32, ist und bleibt ein Läufer- und Publikumsmagnet. Gestartet wird wie immer am Morgen mit den Kinder- und Jugendläufen und am Nachmittag mit den «Grossen». Der erste Startschuss fällt übermorgen Samstag früh. Was macht den Bürenlauf so einzigartig? Wir haben bei Pressechefin Heidi Bauder-Schwab nachgefragt.

Joseph Weibel

Frau Bauder, der Bürenlauf findet zum 32. Mal statt. Was macht diesen Traditionslauf ganz besonders attraktiv?

Heidi Bauder-Schwab: Es ist in erster Linie die Stimmung, die sich von morgens in der Früh bis in die späteren Nachmittagsstunden in der Altstadt verbreitet. Ob Läuferin oder Läufer, Zuschauerin oder Zuschauer: Alle kommen auf ihre Kosten. Für die Teilnehmer besonders attraktiv ist die Tatsache, dass 70 Prozent des Laufs über Naturwege führt, unter anderem durch den Dotzigen- und Bürenwald. Und ja: Die Steigung im Dotzigenwald ist nicht ganz ohne. Auch das ist jedes Mal wieder eine besondere Herausforderung.

Ist der Bürenlauf auch zum Publikumsmagnet geworden?

Bei guten Witterungsbedingungen herrscht im Städtchen den ganzen Tag Betrieb. Ich würde sagen, es ist auch ein Stadtfest, wo man sich gerne trifft.

Und die Anmeldezahlen stimmen auch zuversichtlich?

Wir hatten letztes Jahr über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Heuer dürfte die Zahl mindestens so hoch sein, wenn nicht höher. Interessant ist die Tatsache, dass die Frauen in jeder Kategorie stärker vertreten sind als die Männer. Nur im Hauptlauf meldeten sich jetzt mehr Männer an.

Sie haben die Witterungsbedingungen erwähnt. Erweist sich der Herbsttermin als eine gute Wahl?

In den letzten Jahren hatten wir eigentlich immer ganz gutes Wetter. Ich hoffe, diese Tendenz setzt sich übermorgen fort.

Gibt es auch prominente Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu bejubeln?

(Schmunzelt.) Wir setzen den Massstab anders als ein Leichtathletikmeeting im Zürcher Letzigrund. Ich sage immer: Wer diesen Lauf schafft, ist ein Sieger. Hervorheben könnte man Mirja Jenni, die den Streckenrekord der Frauen hält und seit zwei Jahren Speakerin des Anlasses ist.

Der Verein Läufertreff ist Organisator des Bürenlaufs. Was war zuerst: der Läufertreff oder der Lauf?

Der Bürenlauf wurde vom Turnverein Büren ins Leben gerufen. Peter Stähli hat den Läufertreff gegründet, um interessierten Sportlern die Möglichkeit zu geben, sich unter anderem auch auf diesen Lauf gezielt vorzubereiten. Später wurde der Verein Läufertreff gegründet, um den Bürenlauf künftig zu organisieren, nachdem der Turnverein Büren sich wieder auf sein Kerngeschäft besonnen hat.

Kann die Finanzierung des Bürenlaufs alle Jahre wieder gesichert werden?

Der Lauf finanziert sich durch Sponsoring und Startgelder. Gewöhnlich schliessen wir mit einer «schwarzen Null» ab. Es braucht vor allem Freude und Enthusiasmus und weniger Gewinnorientierung.

Und die Helfer finden Sie weiterhin problemlos?

Ja. Das ist erfreulich. Immerhin benötigen wir jährlich über 100 Helferinnen und Helfer. Wir erhalten Unterstützung von Vereinsmitgliedern, aber auch von Angehörigen, Freunden und Bekannten.