Grenchen
15.07.2020

Marco Kropf und seine Museums-Visionen

Marco Kropf, neuer Leiter des Kultur-Historischen Museums, steckt voller Zukunftspläne.

Marco Kropf, neuer Leiter des Kultur-Historischen Museums, steckt voller Zukunftspläne.

Der neue Museumsleiter des Kultur-Historischen Museums Grenchen heisst Marco Kropf. Der 37-Jährige versucht aktuell, den Betrieb nach der Corona-bedingten Schliessung wieder heraufzufahren. Für die nahe Zukunft hat der Grenchner für das Museum einige Pläne.

Von: Daniel Martiny

Das Kultur-Historische Museum in Grenchen hat in den letzten Jahren grosse Schritte in eine modernere Zukunft gemacht. Die aktuellen Ausstellungen haben zuletzt auch zu grösserem Bekanntheitsgrad beigetragen. Nun hat die Stiftung Museum Grenchen Marco Kropf zum neuen Leiter gewählt. Er hat am 1. Mai 2020 die Nachfolge von Angela Kummer angetreten und wirbelt seither trotz der Corona-Krise an vorderster Front. «Ja, ich will das Kultur-Historische Museum natürlich weiter vorwärtsbringen. Der Bekanntheitsgrad soll regional als auch überregional steigen.» Kropf nutzte daher die letzten Monate: «Endlich hatte ich Zeit, Sammlungen aufzuarbeiten.» Es gelte nun, den Betrieb des Museums wieder heraufzufahren. Weiter will Kropf die Inventarisierug und die komplette Sammlungserschliessung vorantreiben und das Museum in eine digitale Zukunft zu führen.

Vorurteile müssen weg
Marco Kropf will das Kultur-Historische Museum Grenchen zu einem Ort der Begegnung machen. «Ich möchte dafür sorgen, dass Vorurteile abgebaut werden. Unser Haus ist für Familienbesuche konzipiert.» Er wolle für Begeisterung sorgen. Dazu sei wichtig, dass es Mitmach-Aktionen gebe. «Vorab für Kinder ist ein lebendiges Museum wichtig. Es dürfen Gegenstände angefasst, Spiele ausprobiert und jederzeit Fragen gestellt werden.» Zusätzlich will der neue Museumsleiter dafür sorgen, dass im Rahmen des Lehrplans 2021 vermehrt Schulklassen den interessanten Ort besuchen. «Da denke ich auch an eine Zusammenarbeit mit Biel oder Solothurn. Wichtig ist einfach, den jungen Menschen sämtliche Vorurteile oder Ängste zu nehmen.» Dazu will sich Kropf mit dem Kultur-Historischen Museum öffnen: «Veranstaltungen im Umfeld des Museums sind überaus wichtig. Man darf sich präsentieren und wir wollen uns an öffentlichen Veranstaltungen in Grenchen beteiligen.»

Das Museum öffnet sich
Eine gute Möglichkeit dazu wäre das Grenchnerfest gewesen, welches wegen Corona verschoben werden musste. «Veranstaltungen sind leider bis Ende August abgesagt. Dafür haben wir den ganzen Sommer geöffnet – immer unter Einhaltung der Schutzmassnahmen.» Marco Kropf kommt sein gutes Netzwerk in der Stadt und Region zugute. So sind erneut Aktionen für den Ferienpass im Herbst geplant. «Ich bin eher zufällig in diese Aufgabe hineingerutscht, habe jedoch schon zuvor für das Museum gearbeitet. Es ist für mich wie Hobby und Beruf gleichzeitig.» Zwar werde das Kultur-Historische Museum von der Stadt gut unterstützt, die insgesamt 80 Stellenprozente seien laut Kropf aber doch etwas wenig. «Meine rund 30 Stellenprozente sind ebenfalls am unteren Limit.» Voll motiviert ist der 37-jährige Grenchner trotzdem. «Es sind weitere Sonderausstellungen in Planung. Bereits im November werden wir mit einer Ausstellung zum Thema ‹Arbeiten und Wohnen im 20. Jahrhundert› überraschen.» Neue Themen für die Zukunft werden im Gremium geplant. Die Stiftung des Museums hatte auf die Stellenausschreibung 24 Bewerbungen erhalten. Marco Kropf, der acht Jahre in der VEBO Grenchen arbeitete, überzeugte dabei durch seine Motivation und seinen Visionen betreffend der Weiterentwicklung des Museums. Und genau diese Visionen treibt der neue Museumsleiter nun voran. Marco Kropf überzeugt als Kulturvermittler auf der ganzen Linie. Es zeichnet sich ab, dass sich vorab ein Mehrwert im Bereich Technologie ergibt. Zudem soll jeden zweiten Monat am ersten Freitag erneut der Museums-Talk mit illustren und interessanten Gästen vor öffentlichem Publikum stattfinden. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

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