Grenchen
11.11.2020

Eine wertvolle Visitenkarte für die Stadt

Matthias Meier-Moreno, Gemeinderat und Fraktionschef der CVP Grenchen, hofft auf die Umgestaltung des Bahnhofplatz Süd.

Matthias Meier-Moreno, Gemeinderat und Fraktionschef der CVP Grenchen, hofft auf die Umgestaltung des Bahnhofplatz Süd.

Was macht ein auswärtiger Bahnreisender, wenn er in Grenchen-Süd aus dem Zug steigt? Er schaut sich um und denkt sich: Sieht eigentlich nicht besonders hübsch aus. Auf das gleiche Resultat kamen auch die Grenchner Politiker und machten sich für ein Umbauprojekt des Bahnhofplatz Süd stark. Es scheiterte – wie so oft – an den Kosten. In gut zwei Wochen entscheiden die Grenchner Stimmbürgerinnen und -bürger über das aktuelle Umbauprojekt, das in letzter Zeit verschiedentlich vorgestellt wurde.

Von: Joseph Weibel

Matthias Meier-Moreno, Gemeinderat und Fraktionschef der CVP, gehört zu den Befürwortern dieses Projekts – mit ihm auch praktisch geschlossen die Politiker der anderen Parteien. Alle sind sich einig: Dieser Umbau ist dringend erforderlich und letztlich eine Visitenkarte für die Stadt.

Die Frage sei erlaubt: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um über ein solches Mammutprojekt abzustimmen? «Den richtigen Zeitpunkt gibt es nie», sagt Meier. Der finanzielle Aspekt falle in Krisenzeiten natürlich noch mehr ins Gewicht, also sonst schon. Das weiss auch er. Auf der anderen Seite basiere die Finanzierung des mit gut 5 Millionen veranschlagten Umbaus auf verschiedenen Säulen und Kassen. Noch besser sieht es aus, wenn der «neue Bahnhofplatz Süd» ins Agglo-Programm des Bundes aufgenommen wird. Der Bund würde in diesem Fall rund ein Drittel der Kosten im Bereich der Mobilität übernehmen. «Jedoch dürfen wir nicht den Fehler machen, und auf die Aufnahme ins Agglo-Programm warten. Die Umgestaltung muss vorher beginnen und im Nachgang soll das Projekt dann eingegeben werden», ergänzt Matthias Meier.

Was macht Matthias Meier-Moreno so sicher, dass die Grenchnerinnen und Grenchner dem Vorhaben wohlgesinnt sind? «An verschiedenen Workshops, in die wir auch die Bevölkerung eingebunden haben, wurden direkt und indirekt involvierte Kreise auf das Projekt sensibilisiert. «Etwas Besseres, als das geplante Vorhaben, gibt es nicht», gibt sich Matthias Meier-Moreno kämpferisch.

Wie geht es nach dem Abstimmungssonntag vom 29. November 2020 weiter? Bei einem Ja an der Urne geht das Projekt in eine nächste Planungsphase. Baubeginn sollte, wenn alles rund läuft, im Jahr 2022 sein. Und im Blick darauf will Meier nichts beschönigen. «Die Umbauphase erfordert Geduld und auch Nachsicht.» Geduld bringt bekanntlich Rosen, und in diesem Fall ein schönes Aushängeschild für die Stadt Grenchen.