Meinisberg
17.02.2021

«Meinisberg: das schönste Dorf im Seeland!»

Daniel Kruse, Gemeindepräsident von Meinisberg.

Daniel Kruse, Gemeindepräsident von Meinisberg.

Sie liegen unweit von der Solothurner Grenze entfernt; gehören politisch zum Kanton Bern und fühlen sich in der Regel gleichermassen den beiden Kantonen zugetan: sowohl in gesellschaftlicher wie auch wirtschaftlicher Beziehung. Wir sprechen von Leuzigen, Arch, Rüti bei Büren, Büren an der Aare, Meinisberg, Lengnau und Pieterlen. Wir setzen die Serie mit der Befragung der Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten fort, und fragen, was sie im Moment bewegt und was ihre Gemeinde ganz besonders auszeichnet. Heute der abschliessende Teil dieser Serie mit Daniel Kruse, Gemeindepräsident von Meinisberg.

Von: Joseph Weibel

Herr Kruse, seit wann sind Sie in der Politik aktiv und was war einst Ihre Motivation, in die Politik einzusteigen?

Daniel Kruse: Ich bin seit rund 30 Jahren aktiv in der Politik, meine Motivation seinerzeit war mich am politischen Geschehen zu beteiligen und damit natürlich auch meinen Beitrag an unserem System zu leisten.

Was war kürzlich Ihr Aufsteller?

Unser langjähriger Gemeindeschreiber durfte in seinen wohlverdienten Ruhestand, und wir konnten für ihn noch während seiner Anstellung eine sehr gute Gemeindeschreiberin als Nachfolge finden. Das war für mich ein grosser Aufsteller.

Was beschäftigt die Gemeinde derzeit (ausser der Corona-Krise)?

Meinisberg hat zwei grosse, anstehende Projekte:

Die Erweiterung Schulhaus mit Kindergarten und dem damit verbundenen neuen Standort der Gemeindeverwaltung sowie die geplante Erweiterung der Kiesgrube auf dem Büttenberg in Richtung Meinisberg.

Welche erschwerten Arbeitsbedingungen herrschen auf der Verwaltung wegen der Corona-Krise?

Die Gemeindeverwaltung kämpft seit Jahren mit sehr engen Platzverhältnissen. Somit ist es auch sehr schwer die Abstandsregelungen einzuhalten.

In einem Raum darf lediglich eine Person tätig sein.

Werden Sie von Teilen der Bevölkerung kontaktiert, die bei Ihnen Rat suchen, um mit der momentan schwierigen Zeit klarzukommen?

Vereinzelt gibt es dies. Wir versuchen, soweit es uns möglich ist, die entsprechenden Personen mit «Rat und Tat» zu unterstützen oder Ihnen weitere Kontaktstellen bekannt zu geben.

Wenn Sie in einem Kurzreferat Werbung machen müssten für die Gemeinde Meinisberg Welche Vorzüge würden Sie Ihrem Referat voranstellen?

«Meinisberg – das schönste Dorf im Seeland!»

Meinisberg hat sehr viele Vorzüge, vor allem entlang der alte Aare im sogenannten «Häftli», welches ein weitbekanntes Naturschutzgebiet ist. Auch unser Büttenberg hat einiges zu bieten mit einer wunderbaren Aussicht.

Meinisberg ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen, mit dem Autobahnanschluss in Richtung Zürich und auch Bern und mit der Anbindung an den öffentlichen Verkehr in Richtung Biel.

Gibt es einen USP, der Meinisberg auf irgendeine Weise einzigartig macht?

Meinisberg hat mit dem Büttenberg und der alten Aare ein Naherholungsgebiet, welches in seiner Art einzigartig ist.

Fühlen sich die Meinisberger mehr dem Solothurnischen zugetan, oder mehr dem Bernischen?

Ich denke dem Solothurnischen und Bernischen hält sich die Waage ausgeglichen.

Beide Seiten haben ihre Reize.

Hat Meinisberg Ihrer Meinung nach ein gut funktionierendes Gewerbe?

Ja, Meinisberg hat ein gut funktionierendes Gewerbe, dieses ist mit fast 60 Unternehmen sehr breit gefächert.

Gilt das auch für die Abdeckung des täglichen Bedarfs (Detailhandelsgeschäfte)?

Glücklicherweise ja, was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist. So haben wir in unserem Dorf einen Dorfladen «Üsä Ladä» in welchem auch die Postagentur integriert ist. Alles was man für den täglichen Bedarf braucht, ist dort erhältlich.

Was halten Sie vom Online-Handel?

Alles hat zwei Seiten, so auch der Online-Handel. Gerade in der jetzigen Zeit mit Corona hilft der Online-Handel vielen, sich über Wasser zu halten.

Andererseits muss man sich aber schon überlegen, ob es ökologisch sinnvoll ist, in China Ware zu bestellen, für die in vielen Fällen nicht mal Portokosten anfallen.

Nennen Sie zum Abschluss drei Wünsche, die Sie von der guten Fee für die Gemeinde erfüllt haben möchten, und ganz persönlich für Sie?

– Ich wünsche mir, dass wir ein gutes Projekt für Meinisberg in Bezug auf die Erweiterung Schulhaus mit Kindergarten und dem damit verbundenen neuen Standort der Gemeindeverwaltung finden werden, welches auch mehrheitsfähig ist.

– Dass Meinisberg auch in Zukunft autonom bleibt, und wir damit auch unser Selbstentscheidungsrecht behalten können.

– Das wichtigste, das ich mir für Meinisberg wünsche ist, dass alle Gemeindebürgerinnen und -bürger gesund bleiben oder es wieder werden.


Steckbrief

Geburtsdatum: 22. Juli 1966

Zivilstand: Verheiratet

Beruf: Stellvertretender Leiter Sicherheit

Im Amt seit: Gemeinderat seit 2010; Gemeindepräsident seit 2014

Parteizugehörigkeit: SVP

Hobbies: Wandern

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