Grenchen
09.04.2019

Ein Leben für das Gesundheitswesen

Lukas Bäumle hat sein gesamtes Leben dem Thema Gesundheit verschrieben. Auch wenn der Grenchner seit kurzem pensioniert ist, hindert es ihn nicht daran, seine Energien immer noch für jene Menschen einzusetzen, die Hilfe brauchen. So präsidiert er weiterhin diverse Institutionen.

Daniel Martiny; bild: zvg

Mit gerade einmal 16 Wohnplätzen nahm im Jahre 1996 der Verein Wohnheim Schmelzi, der zwei Jahre zuvor gegründet worden war, seinen Betrieb in der alten «Grimm-Villa» an der Schmelzistrasse 21 in Grenchen auf. Heute ist der einst kleine Verein von damals zu einer grossen Institution für Menschen mit einer psychosozialen Einschränkung herangewachsen. Rund 130 Insassen werden aktuell an sechs verschiedenen Standorten in Grenchen und in mehreren Aussenstellen betreut. «Aus diesem Grund erfolgte 2011 auch die Umwandlung in eine Stiftung, da dies juristisch besser abgesichert ist.» Dies sagt mit Lukas Bäumle jener Mann, der langjähriger Stiftungspräsident war. Bäumle sorgte mit grossem Engagement für den Erfolg und das Wachstum der Schmelzi.

Vom Verein zur Stiftung

Mit Lukas Bäumle und Beat Schmid wurden nun zwei Stiftungsräte verabschiedet, die vom Start weg dabei waren. 1996 wurde Bäumle Präsident des Vereinsvorstands. «Es folgten intensive Jahre. Ich dufte viele interessante Projekte begleiten und war stets am Wachstum und am Ausbau des Vereins integriert», sagt Bäume bescheiden. 2006 beschliesst man die Errichtung eines Neubaus, und im Jahr 2011 wird unter Bäumles Führung der Verein aufgelöst und in die Stiftung Schmelzi umgewandelt. Deren Präsidium übernimmt Lukas Bäumle. Im selben Jahr erwirbt die Stiftung die Liegenschaft Wyssbächli. 2014 übernimmt die Stiftung Schmelzi die Lingerie im «Sunnepark» und die Wohngemeinschaft Lichtblick in Zuchwil. Die Geschichte der Schmelzi wurde dabei nicht nur durch Lukas Bäumle, sondern auch von Beat Schmid geprägt. Auch Schmid war seit der Gründung mit dabei, sei es als Mitglied der Baukommission oder als Vorstandsmitglied.

«Ich würde es wieder tun»

Es hat sich viel getan seit der Gründung des kleinen Vereins von damals und der grossen Institution von heute. Doch noch immer befindet sich die Stiftung Schmelzi in einem stetigen Wandel und Prozess der Weiterentwicklung. «Das Schlimmste, was man machen kann, ist, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen», sagt der Stiftungspräsident. «Ich würde auf alle Fälle alles nochmals gleich machen.» Es sei ein guter Entscheid gewesen, diese Entwicklung persönlich aus nächster Nähe miterleben zu dürfen. Nach 22 aktiven Jahren gibt Bäume sein Amt nun definitiv ab. Der Wechsel komme aber zum richtigen Zeitpunkt, meint der Grenchner. Auch der jetzige Schmelzi-Leiter Guido Studer werde bald pensioniert, und es sei an der Zeit, den Nachfolgern Platz zu machen. «Mit Roger Rossier tritt ein Mann meine Nachfolge an, in den ich vollstes Vertrauen habe und die Kontinuität als gewährleistet sehe.»

Keine Zeit, um auszuruhen

Wer Lukas Bäumle kennt, weiss, dass ihm auch nach seiner Pensionierung nicht langweilig wird. «Ich habe einige Mandate inne, alle im Gesundheitswesen, viele auch im Seniorenbereich.» Als ehemaliger Heimleiter in Alters- und Pflegeheimen und bis zu seiner Pensionierung, 14 Jahre als Geschäftsführer bei der SPITEX Baselland und Vorstandsmitglied diverser Institutionen, engagiert sich der HWV-Betriebsökonom heute vor allem im Senioren-Gesundheitsbereich als Mitglied des Schweizerischen Seniorenrates. Der Terminkalender ist weiterhin voll und soll es auch bleiben. «So lange ich kann, werde ich mich aktiv in der Seniorenpolitik beteiligen und meinen Mitmenschen in allen Lagen mit Rat und Tat zur Seite stehen.» Wie erwähnt, auf den Lorbeeren auszuruhen, ist für mich unmöglich.» Und wenn irgendwie Zeit bleibt, ist Lukas Bäumle an einem Eishockeymatch anzutreffen. Zuletzt auch in den Playoff-Viertelfinals zwischen dem EHC Biel und Ambri. Bäumle? Eishockey? Richtig: Sein Sohn Thomas galt jahrelang als der «Hexer» im Tor von Ambri-Piotta.