Pieterlen
13.05.2019

Eine Kistenkneipe für Pieterlen

Der Dorfplatz von Pieterlen wird diesen Sommer durch K’s Kistenkneipe belebt. Eröffnung ist diesen Samstag. Anschliessend wird die «Kneipe auf Rädern» jeweils am Donnerstag die Dorfmitte beleben und soll sich zum Treffpunkt schlechthin mausern.

Daniel Martiny

In Pieterlen ist immer etwas los. Nachdem im letzten Jahr der Perlenmärit zum fünften Mal über die Bühne bzw. den Dorfplatz gegangen ist, macht ein neues Projekt bereits jetzt Schlagzeilen. Das neue Projekt von Lea und Stefan Rusch und Gina Canal, die seit etwas mehr als einem Jahr mit ihrem Kleintheater und Konzertlokal das regionale Kulturprogramm bereichern, heisst Kistenkneipe. Nach den fünf kunterbunten Festen am Perlenmärit nimmt sich das OK vom Verein KulturPerlen Zeit, um neue Ideen reifen zu lassen. Stattdessen wird dieses Jahr eine neue Idee umgesetzt, die von den Mitgliedern tatkräftig unterstützt wird. Der Dorfplatz wird jeweils am Donnerstag zum Treffpunkt fürs Feierabendbier, für Spiele und Plaudereien.

Klein, aber fein

Diesen Samstag, 18. Mai, ab 15 Uhr wird die Kistenkneipen-Saison auf dem Dorfplatz in Pieterlen eröffnet. Was ist aber darunter zu verstehen? «Am besten schaut man sich dies persönlich an», sagt Lea Rusch. Wir betreiben eine mobile Kneipe, die jeden Donnerstagabend zwischen Mai und September (mit Ausnahme einer kurzen Pause in den Sommerferien) zwischen 17.30 und 19.30 Uhr aufgestellt wird. Angeboten werden Bier und Wein, Süssgetränke und Sirup, Panini und ab und zu auch etwas Überraschendes. Das kulinarische Angebot werde klein, aber fein sein. Die Preisgestaltung hebt sich von herkömmlichen Gastrobetrieben dadurch ab, als dass eigentlich jeder selber entscheidet, was und wie viel er bezahlen möchte. «Minimal» deckt den Einstandspreis, «optimal» trägt zusätzlich die Kosten, und bei «genial» wird das Kneipen-Konzept unterstützt. Jeder Kunde kreuzt auf einem Zettel mit den drei Kolonen sein finanzielles Engagement an.

Den Dorfplatz beleben

Das Ziel des Pieterler OK’s ist es, den Dorfplatz zu beleben. Dieser werde zwar von Vereinen für einzelne Feste genutzt, dies jedoch bislang ohne Regelmässigkeit. Gesucht werden nun auch Ideen zu kulturellen Themen wie Musik oder Spielen. «Die Idee bei der Kistenkneipe ist etwa dieselbe wie bei unserem Kulturkeller K, wir wollen die unterschiedlichsten Menschen durchmischen und zusammenbringen», erklärt Stefan Rusch. Er selbst hat die «fahrende Bar» aus einem ehemaligen Postwagen mit seinen Freunden hergestellt. Man wolle Menschen zusammenbringen, die sich sonst quasi nie treffen würden. Die Hemmschwelle im K sei zwar tief, «trotzdem kann ein Ort mit einem breiten kulturellen Angebot von Musik bis Kabarett als Hürde empfunden werden.» Die mobile Bar sei einfach da, man läuft daran vorbei, schaut und bleibt stehen, wenn man mag.