Grenchen
03.07.2019

«Der Fachhandel lebt – nach wie vor»

Stephan Buser steht mit dem neusten AGM-Handy vor einer individuell zusammenstellbaren Möblierung. Seine Devise: «Heimelektronik gibt es überall – Lösungen bei uns».

Stephan Buser steht mit dem neusten AGM-Handy vor einer individuell zusammenstellbaren Möblierung. Seine Devise: «Heimelektronik gibt es überall – Lösungen bei uns».

Visionen sind wichtig, um vorwärts- bzw. weiterzukommen. Manchmal erweisen sich die Gedanken, wie das Morgen aussehen könnte, als falsch – manchmal als richtig. Nehmen wir das Beispiel EP: Digirama in Grenchen. Bei der Gründung vor 33 Jahren hatte der Vater von Stephan Buser eine Vision. Er sagte: «Die Welt wird digital.»

Joseph Weibel (Text und Foto)

Das war 1986. Computer waren rar. Wer Handy sagte, meinte Natel-B oder C. Die ersten Röhren-Fernseher mit digitalem Aufbau kamen von ITT. Bei Digirama in Grenchen waren sie im Sortiment. Und heute? «Sieht die ganz anders aus», sagt Stephan Buser, der gemeinsam mit seinem Vater das Geschäft, seit 1991 an der Bahnhofstrasse, aufgebaut hat. Und es gibt das Geschäft, 33 Jahre später, noch immer und ist heute Fachgeschäft für alle Bereiche der Unterhaltungselektronik: Telekommunikation und PC-Multimedia mit zugehörigen Dienstleistungen miteingeschlossen.

Exklusive Dienstleistungen

Selbstbewusst steht Stephan Buser in seinem Laden. Er zeigt eine individuell zusammenstellbare Möblierung, in der die ganze Unterhaltungselektronik integriert werden kann. Tolle Akustik, kein Kabelsalat und ein Blick für Götter. «Nein! Es reicht nicht, dass wir ein bisschen Fernseher oder Stereoanlage verkaufen. Das tun viele andere auch. Und die haben erst noch ein viel grösseres Sortiment.» Stephan Buser will anders punkten – mit exklusiven Serviceleistungen. Das geht so weit, dass der CE-Spezialist zum Bauherrenberater wird.

Die Vielfalt des Angebots erstreckt sich bis hin zur mobilen und Festtelefonie. Unabhängig vom Anbieter lassen sich im Fachgeschäft an der Bahnhofstrasse sämtliche Modalitäten lösen und erledigen. Buser macht einen Griff in die Vitrine: «Das neuste Gerät vom chinesischen Hersteller AGM. Kostet 399 Franken und ist ein typisches Outdoor-Handy – also hart im Nehmen», lacht er vielsagend.

Günstiges Stunden-Parking?

Stephan Buser mag nicht mehr zuhören, wenn man immer vom fehlenden Fachhandel spricht in Grenchen. «Die Stadt bietet gewerblich einiges mehr – allen Unkenrufen zum Trotz. Ausserdem gibt es im Parkhaus eine Stunde Gratis-Parking. Schade nur, dass bei den Aussenflächen die Gebühr für eine Stunde nicht halbiert wird. Das wäre sehr Konsumentenfreundlich», findet er. Unterhaltungselektronikfachgeschäfte wie die EP: Digirama gibt es in der näheren Umgebung kaum mehr. Buser spürt dies verstärkt mit Kundschaft von ausserhalb der Region.