Grenchen
11.09.2019

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Raritäten und Trouvaillen am Schmelzi-Flohmarkt so weit das Auge reicht.Er ist seit zehn Jahren mit Herzblut dabei: OK-Mitglied Mike Rüegsegger (rechts) an einem seiner Lieblingsstände.Über die grosse Vielfalt der Antiquitäten staunt selbst Marylin Monroe.Betreuer und Bewohner der Stiftung Schmelzi präsentieren gemeinsam ihre Arbeiten aus Holz, Ton, Kork oder Stoff.Die Kinder freuen sich, wenn sie mit dem Verkauf ihrer Spielsachen das Taschengeld aufbessern können.

Raritäten und Trouvaillen am Schmelzi-Flohmarkt so weit das Auge reicht.

Er ist seit zehn Jahren mit Herzblut dabei: OK-Mitglied Mike Rüegsegger (rechts) an einem seiner Lieblingsstände.

Über die grosse Vielfalt der Antiquitäten staunt selbst Marylin Monroe.

Betreuer und Bewohner der Stiftung Schmelzi präsentieren gemeinsam ihre Arbeiten aus Holz, Ton, Kork oder Stoff.

Die Kinder freuen sich, wenn sie mit dem Verkauf ihrer Spielsachen das Taschengeld aufbessern können.

Perfekter geht es kaum: Die zehnte Ausgabe des Flohmarkts der Stiftung Schmelzi übertraf alle Erwartungen. Über 100 Stände, viele Besucher, Trouvaillen, Raritäten und ideales Wetter machten den diesjährigen Flohmarkt zum unvergesslichen Erlebnis.

Daniel Martiny (Text und Bilder)

Am ersten Samstag im September gehört der Grenchner Marktplatz der Stiftung Schmelzi und ihrem traditionellen Flohmarkt. Die zehnte Ausgabe hat nochmals die Erwartungen übertroffen. Über 100 Aussteller füllten den Platz mit ihren Trouvaillen, Antiquitäten und Raritäten. Die Besucher, und unter ihnen vor allem die Schnäppchenjäger, kamen voll auf ihre Kosten. «Ich bin glücklich und absolut zufrieden», sagte OK-Mitglied Fabienne Düggeli. «Wir freuen uns über das Wetterglück und sind froh, dass wir wieder am gewohnten Ort auf dem Marktplatz ausstellen dürfen.» Letztes Jahr hatte der Flohmarkt wegen des gleichentags stattfindenden Grenchner Fests auf die Schild-Rust-Strasse ausweichen müssen.

Ein Festmahl für Schnäppchenjäger

Gegen Mittag bildeten sich auf dem Marktplatz und in den Seitenstrassen regelrechte Menschentrauben quasi vor jedem Stand. Es herrscht das klassische Durcheinander, wie es bei Flohmärkten öfters auszumachen ist. Doch dem Publikum gefällt dies. Man flaniert auf dem Platz und durch die angrenzenden Strassen, bleibt immer wieder stehen und führt sich Gegenstände zu Gemüte, die zwar einige Jahre auf dem Buckel haben, jedoch immer noch seinen Reiz ausstrahlen und eben auch Kindheitserinnerungen wachrufen. Und warum nicht sich eine Rarität, die besonders gefällt und ins Auge sticht, kaufen? Da findet sich zu Hause bestimmt ein Plätzchen. Ob dieser Gegenstand nun nützlich sein wird, oder eher zu dekorativen Zwecken aufgestellt wird, spielt eigentlich keine Rolle.

Auch Kinderaugen strahlen

Derweilen die Berner Band «Zapjevala» auf dem Marktplatz im Einklang mit einer kleinen Gruppe von Drehorgelspielern für beste Unterhaltung sorgt, strahlen die Kinderaugen, wenn ein älteres Spielzeug verkauft werden kann und damit das Taschengeld aufgebessert wird. Wie immer dürfen die Kinder und Jugendlichen ihre Ware gratis präsentieren, während die Stände von der Stiftung Schmelzi vermietet worden sind. OK-Mitglied Markus Schlup erklärt, dass viele Privatpersonen aus der ganzen Region gekommen sind, um ihre Ware aus dem Estrich oder dem Keller zu Schnäppchenpreisen zu verkaufen. Die Erträge des Flohmarktes fliesen laut Schlup in den Bewohnerfonds. Damit können Aktivitäten oder Ausflüge der Institution finanziert werden, die sich um Menschen in schwierigen Lebenslagen kümmert.