Grenchen
26.11.2019

Er organisiert das Herzstück der SWG

Yves Nussbaum, Leiter Logistik, in seinem Reich im Lager der SWG. SWG/zvg)

Yves Nussbaum, Leiter Logistik, in seinem Reich im Lager der SWG. SWG/zvg)

Beim 29-jährigen Yves Nussbaum laufen in der SWG viele Fäden zusammen. Als Leiter Logistik muss der Allrounder alles richtig machen, damit in der Firma alles am Schnürchen läuft und es in keiner Abteilung zu unnötigen Verzögerungen kommt.

Daniel Martiny

Der junge Mann, der uns gegenübersteht, sieht eher aus wie ein Aktivsportler, wirkt hellwach, vif, ist in einer körperlichen Top-Verfassung und macht den Anschein, als könnte rein gar nichts seine gute Laune trüben. Dies ist für den verantwortungsvollen Job von Yves Nussbaum auch unabdingbar: «Ich muss jeden Tag topfit sein, damit ich meine verantwortungsvolle Arbeit wahrnehmen kann und möglichst alles richtig mache.» In der Tat braucht es im riesigen Lager der SWG ein absolutes Organisationstalent, damit alles unter Kontrolle ist. Genau dieser Punkt sei die täglich grosse Herausforderung, sagt Nussbaum: «Ich kann heute noch jeden Tag neu dazulernen. Nur mein Wissen, gepaart mit der nötigen Portion Neugier macht es möglich, den Job als Leiter Logistik gewissenhaft auszuführen.»

Vom Kabel zum WC-Papier

Eine Übersicht zu erhalten, was sich alles im SWG-Lagerraum befindet, ist für einen Aussenstehenden quasi unmöglich. «25 SWG-Mitarbeiter gehen hier täglich ein und aus. Jeder benötigt für seine Arbeit das passende Material. Vom richtigen Kabel bis zum WC-Papier darf nichts fehlen», bestätigt Yves Nussbaumer und fügt hinzu: «Natürlich muss ich darum auch viel Büroarbeit leisten, doch der ganze Einkauf macht unheimlich viel Spass. Ich arbeite hier sehr selbständig und geniesse viel Freiheiten. Ich habe aber auch den Anspruch so zu arbeiten, als wäre dies meine eigene Firma.» Über fünf Jahre ist der Grenchner nun bei der SWG angestellt. Seit zwei Jahren hat der 29-Jährige im Lager und in der Werkstatt die Position des Leiters Logistik inne und zeigt dabei sehr viel Herzblut. «Mein Arbeitstag beginnt um sieben Uhr morgens und ob ich dann tatsächlich um 17 Uhr Feierabend mache, kommt ganz darauf an, ob alles erledigt ist.» Der gelernte Koch verfügt über eine kaufmännische Grundausbildung und hat die Abteilung in ihrer heutigen Form quasi selbst aufgebaut: Vom SWG-Provisorium habe er den Schritt an den neuen Standort und heutigen Hauptsitz an der Brühlstrasse 15 mitgemacht und so das neue Lager nach eigener Systematik einrichten können. Nun müsse er auch dafür besorgt sein, dass er einen weiteren Mitarbeiter als seinen Stellvertreter aufbauen könne. Inzwischen macht Yves Nussbaum zudem eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung, denn er wolle schliesslich immer top informiert bleiben, zum Beispiel neue Trends betreffend.

Mehr Akzeptanz erwünscht

Yves Nussbaum weiss inzwischen, wie es in Grenchen unter den Böden ausschaut. «Ein Privileg und ein Einblick in eine Welt, die nicht viele Menschen haben. Ich kontrolliere und koordiniere auch Arbeiten ausserhalb des SWG-Gebäudes, zum Beispiel Materiallieferungen direkt an Baustellen», erzählt Nussbaum weiter. Auch privat befindet sich der Logistikleiter viel im Freien. «Ich betreibe Fitness, gehe Velofahren, spiele jedoch auch mal Schach und Billard oder gehe Fischen.» So vielseitig der Mann sein Leben gestaltet, so vielseitig ist auch sein Job. Yves Nussbaum ist nämlich auch noch für die SWG-Fahrzeugflotte zuständig. Service, Reparaturen, Tanken, Pneuwechsel und allgemeine Kontrolle an den gut 30 Fahrzeugen und den diversen Anhängern gehören zu seinen Aufgaben. Was sich Yves Nussbaumer für die Zukunft wünscht? «Die SWG ist ein Arbeitgeber mit Zukunft. Ohne SWG geht in dieser Stadt rasch gar nichts mehr. Ich wünsche mir darum auch etwas mehr Akzeptanz aus der Bevölkerung, wenn etwa unvermeidbare Baustellen nötig sind, um die gesamte Infrastruktur und die Versorgung zu gewährleisten.» Ein Wunsch, den man dem sympathischen Allrounder nicht verwehren möchte, erst recht nicht, nachdem man hinter die gesamte Fassade und den riesigen Aufwand des Leiters Logistik geschaut hat.