Grenchenberge
06.01.2020

Was fehlt, ist einzig der Schnee

Auf dem Grenchenberg liegt zwar Schnee, für eine Pistenpräparierung hat es jedoch bisher nicht gereicht. zvg)

Auf dem Grenchenberg liegt zwar Schnee, für eine Pistenpräparierung hat es jedoch bisher nicht gereicht. zvg)

Gute und weniger gute Nachrichten für die Wintersportfans, die auf dem Grenchenberg Skifahren möchten. In Sachen neuer Skilift läuft alles nach Plan, und die Verantwortlichen schauen positiv in die nahe Zukunft. Was in diesem Winter bislang am meisten fehlt, ist genügend Schnee.

Daniel Martiny

Jetzt ist Frau Holle gefragt. Auf dem Grenchenberg lag in dieser Saison bislang zu wenig Schnee, um die Piste zu präparieren. «Leider ist bisher zu wenig der weissen Pracht gefallen», bestätigt Christoph Rauber. Man habe es in der Weihnachtswoche versucht, doch bei der zu geringen Menge Schnee sei eine Pistenpräparierung nicht möglich gewesen. «Dies hätte gar zu Landschäden führen können.» Über die Festtage durften die Grenchner auf ihrem Hausberg herrliches Wetter geniessen, Schlitteln, mit oder ohne Schneeschuhe wandern und spazieren. Aber eben: Der Skisport kam noch zu kurz. «Sehr schade, denn über die Festtage können wir jeweils sehr viele Besucher begrüssen, doch diesmal hatte es leider meistens freie Parkplätze», sagt Christoph Rauber, der Präsident der Skilift Grenchenberg AG. Es sei nun etwas schwierig, das Weihnachts- und Neujahrsgeschäft bis zum Betriebsschluss von Mitte März noch wettzumachen. «Wir können nur auf einen baldigen kräftigen Einsatz von Frau Holle hoffen.» Schliesslich steht bis Ende Februar jeweils mittwochs und freitags das beliebt Nachtskifahren auf dem Programm, und das Skirennen des Skiclubs Selzach möchte man ebenfalls durchführen. Ob dafür der inzwischen erfolgte, sehr geringe Schneefall ausreicht, wird sich in diesen Tagen zeigen.

Skilift-Dossier ist eingereicht

Bessere Nachrichten gibt es betreffend des geplanten neuen Skilifts zu vermelden. Einsprachen seien laut Christoph Rauber jedenfalls auf kommunaler Ebene keine erfolgt. Für die Skilift Grenchenberg AG bringt der neu geplante Skilift trotzdem grosse Anforderungen mit sich. Vorab bei Naturschutz- oder Raumplanungsorganisationen müsse man sich rechtfertigen. Das aktuelle Dossier ist inzwischen bei der Kontrollstelle der IKKS eingereicht. Nun dauert es noch ungefähr drei Monate, bis man die erwünschte rechtskräftige Baubewilligung erhalten könnte. «Wir sind unterdessen nicht untätig», sagt Christoph Rauber. Die Sponsorensuche laufe unermüdlich weiter. Äusserst positiv sei, dass man nebst der Stadt Grenchen auch von den umliegenden Gemeinden wie Bettlach, Lengnau und Selzach die versprochene finanzielle Unterstützung zugesprochen erhielt. Auch wenn der neue Lift nicht vor der kommenden Saison in Betrieb genommen werden kann, ein Ausflug auf den Grenchner Hausberg mit der aktuellen Infrastruktur lohnt sich auf jeden Fall immer und die Hoffnung bleibt, dass die weisse Pracht möglichst bald fallen möge. Die Verantwortlichen sind jedenfalls immer in den Startlöchern und bereit, jederzeit die nötigen Arbeiten für ideale Pistenverhältnisse auszuführen.