Grenchen
14.09.2022

Max Neuenschwander: Mann der ersten Stunde

Max Neuenschwander: «Ich bin mit der Bank älter geworden.» Bild: zvg

Max Neuenschwander: «Ich bin mit der Bank älter geworden.» Bild: zvg

Die BEKB kennt man unter diesem Namen erst seit 1996. BEKB ist der Kurzname für Berner Kantonalbank, die seit 23 Jahren auch einen Namen hat im Kanton Solothurn – und seit ziemlich genau 20 Jahren eine Filiale in Grenchen. Die Mitarbeitenden der BEKB Grenchen feierten diese letzte Woche mit ihren Kunden bei Kaffee und Gipfeli.

Von: Joseph Weibel

Wir sitzen mit Max Neuenschwander im «atelier ar löiechrüzig». Das Atelier ist ein Teil des neuen Filialformats der BEKB und dient neben dem Beratungsgeschäft der Bank auch Dritten, die das Atelier für eine Sitzung mieten können. Max Neuenschwander ist ein Mann der ersten Stunde der BEKB Grenchen. Am 1. August 2002 übernahm er nach 22 Jahren Tätigkeit bei der Solothurner Kantonalbank die Filialleitung der BEKB in Grenchen – mit 39 Jahren. «Ich bin mit der Bank älter geworden», schmunzelt er. Das führt manchmal dazu, dass ihn ein Kunde fragt, wie lange er noch hier sei. «Heute sicher bis 17 Uhr», erwidert Max Neuenschwander und guckt dabei meistens in ein verdutztes Gesicht.

Ungezwungen, freundlich

So kennt man ihn: redegewandt, freundlich, ungezwungen und nie um einen Spruch verlegen. In seiner Nähe muss ein Kunde sich wohl fühlen, den gerade ein finanzielles Problem plagt. Die BEKB unterzieht nicht nur ihren Filialen einem Fitting, sondern verfolgt, dem Zeitgeist entsprechend, eine neue Strategie. Neben dem Atelier gibt es in der Grenchner Filiale noch zwei weitere Besprechungsräume, das «Wäsmeli» und den «Stierebärg». Der Umbau fiel just in die Zeit von Corona und damit wurden persönliche Beratungsgespräche rar. Grenchen war die erste Filiale in der Region Solothurn mit einem Komplettumbau. «Komplett deshalb, weil es seither keine klassischen Bankschalter mehr gibt bei uns.» Wer Bargeld beziehen will, tut dies am Bancomaten, 7/24 – rund um die Uhr. Und? Max Neuenschwander zieht kurz den Mundwinkel runter und setzt gleich wieder zu seinem sympathischen Lächeln an: «Für die einen oder anderen Kunden war dieser Wechsel gewöhnungsbedürftig.» Er hat den direkten Kontakt nicht gescheut und Unsicherheit beim Geldbezug in seiner ungezwungenen Art beseitigt und ist dem Kunden mit Rat und auf Wunsch mit Tat zur Seite gestanden.

Blick in die gleiche Richtung

Heute ist klar: Wer persönlich bei der BEKB vorbeischaut, sucht den Kontakt zu seinem Finanzcoach. «Wir schauen in die gleiche Richtung, Seite an Seite mit dem Kunden», erklärt Max Neuenschwander die Bankstrategie 2025. Und findet er das gut – er, der noch das klassische Bankengeschäft von der Pike auf lernte? «In den letzten Jahren», sagt er, «waren die Schaltertransaktionen einer Bank nur noch rückläufig. Jährlich um etwa 10 Prozent.» Der Finanzcoach erklärt dem Kunden lieber, wie er sein Geld gut anlegt, wann er seine Hypothek erneuern oder aufstocken soll. «Und ganz wichtig!», Max Neuenschwander zeigt auf sich, «ist die Vorsorgeplanung.» Also doch. Nächstes Jahr wird Max Neuenschwander 60. «Ist das der Zeitpunkt zum Kürzertreten?» frage ich ihn. Er lächelt. «Mit 60 gehe ich mit meiner Frau auf eine längere Reise in den Norden.» Das haben sie schon mit 50 getan und sind seither vernarrt in diesen Teil Europas.

Der starke Wandel

Das passt zu ihm. Sich Neuem stellen hat er in seiner langen Bankkarriere gelernt. Besonders in den letzten 20 Jahren hat sich das Bankgeschäft ziemlich verändert. «Vor allem im regulatorischen Bereich hat es starke Bewegungen gegeben. Und so hat sich das Tagesgeschäft entsprechend gewandelt.» Die Freude sei aber immer geblieben. Wer das nach 42 Jahren Bankgeschäft noch sagt, dem glaubt man auch.

Max Neuenschwander ist kein Ur-Grenchner. Aber gefallen tut es ihm schon lange in dieser Stadt. Er wuchs in Hubersdorf auf. Fünf Jahre wohnten er und seine Frau in Grenchen, ehe sie 1988 in ihr Haus in Bettlach einziehen konnten. Er liebt die Gartenarbeit, das Drumherum, das ein Haus hat und fordert. Manchmal wünsche er sich, er hätte mehr Zeit dafür. Auch für anderes. Er findet, dass man einen Weg findet, der sanft vom aktiven Arbeiten in die nächste Lebensdekade führt, ohne dabei gleich einen grossen Schnitt machen zu müssen.

«Und jetzt», sagt er und guckt auf die Uhr, «muss ich gehen. «Meine Person als Finanzcoach ist gefragt», zwinkert mit den Augen und schreitet mit strahlendem Gesicht in die umgestaltete Kundenhalle.

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