Acht Gegentore – und trotzdem ein grosser Gewinner

Stimmungsbilder vor, während und nach dem Spiel. Ein Cupfight gegen ein Team aus der Super League ist auch in Grenchen kein alltägliches Ereignis. Umso schöner, dass so viele Fussballbegeisterte aus Grenchen, der Region und weit darüber hinaus den Weg ins «Brühl» gefunden haben. Die eindrückliche Kulisse und die grossartige Stimmung waren zugleich eine verdiente Anerkennung für die vielen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dieses Fussballspektakel überhaupt erst möglich gemacht haben.

Stimmungsbilder vor, während und nach dem Spiel. Ein Cupfight gegen ein Team aus der Super League ist auch in Grenchen kein alltägliches Ereignis. Umso schöner, dass so viele Fussballbegeisterte aus Grenchen, der Region und weit darüber hinaus den Weg ins «Brühl» gefunden haben. Die eindrückliche Kulisse und die grossartige Stimmung waren zugleich eine verdiente Anerkennung für die vielen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dieses Fussballspektakel überhaupt erst möglich gemacht haben.

Am 17. September 2011 traf der FC Grenchen letztmals im Schweizer Cup auf einen Gegner aus der Super League. Damals hiess der Gegner FC Zürich, das Resultat 0:5. Gut 15 Jahre später gastierte mit den Grasshoppers erneut ein Stadtzürcher Traditionsverein im «Brühl». Diesmal setzte es gar eine 0:8-Niederlage ab – ausgerechnet gegen den aktuellen Zweitletzten der Super League.

Schlimm? Überhaupt nicht! Solche Kanterniederlagen gibt es selbst unter Mannschaften auf Augenhöhe. 2018 fegten die Young Boys den FC Basel in der Meisterschaft gleich mit 7:1 vom Platz, im vergangenen Jahr mit 6:2. Und am Samstagabend, praktisch zeitgleich mit dem Grenchner Cupspiel, fertigten die Bayern in der Bundesliga RB Leipzig mit 6:1 ab. Für eine Packung braucht es also keineswegs einen Klassenunterschied von drei Ligen, wie er zwischen dem FC Grenchen und den Grasshoppers besteht.

Gewiss, das Resultat fiel wohl um ein, zwei Tore zu hoch aus. Die Grenchner spielten phasenweise keck auf, zeigten Herz und Leidenschaft, hatten letztlich aber doch zu viel Respekt vor dem vermeintlich übermächtigen Gegner. Und irgendwann nahm das Unheil seinen Lauf. Doch das ist nur die sportliche Seite dieses besonderen Fussballabends.

Viel wichtiger war, was sich rund um das Spielfeld abspielte. Im «Brühl» herrschte eine grossartige Ambiance, wie man sie sich für ein solches Fussballfest nur wünschen kann. Gut 2500 Zuschauer sorgten für eine eindrückliche Kulisse. Und die Organisation? Schlicht hervorragend! Auf allen Ebenen. Kein Chaos, keine Ratlosigkeit, keine hektische Improvisation. Alles lief wie am Schnürchen. Genügend Ausschankstellen im ganzen Stadion sorgten dafür, dass die Fans ohne lange Wartezeiten zu ihrem Getränk und ihrer Matchwurst kamen. Was die Verantwortlichen und die vielen Helferinnen und Helfer auf die Beine gestellt haben, war schlicht oberklassig. Chapeau! Der FC Grenchen hat an diesem Abend zwar acht Tore kassiert, abseits des Rasens aber auf der ganzen Linie gewonnen.