Alles bereit für den Badesommer
Alexey Litvynov ist bereits in seine vierte Saison gestartet – und der engagierte Chefbademeister des Grenchner Gartenbads treibt die Entwicklung der Anlage weiter voran. Die teils an eine Berg- und Talbahn erinnernden gepflästerten Gehwege wurden planiert, neue Haarföhns installiert, die Sprunggrube erhielt einen frischen Anstrich. Die Badesaison begann vor einer Woche bei Sonnenschein – dann kamen die Eisheiligen.

Alexey Litvynov ist nicht nur im Schwimmbecken schnell unterwegs, sondern auch bei seinem Rundgang über das 3,5 Hektaren grosse Gelände der Grenchner Badi. Ständig zeigt er nach links oder rechts: Hier wurde saniert, dort renoviert. Wege wurden begradigt, Rabatten neu gestaltet, und noch vor Jahresende erhielt der Technikraum nach 25 Jahren eine umfassende Erneuerung.
Vor gut drei Jahren begann für den neuen Chefbademeister die Mission «Badi Grenchen». Zunächst strich er die rostenden Veloständer rot-weiss und renovierte die Türen der Saisonkabinen. Seither entdeckt er vor jeder neuen Saison weitere Bereiche, die erneuert oder verschönert werden können.
Vor dem Start in seine vierte Saison wollte Litvynov vor allem die Parkanlage aufwerten. Mit diesem Anliegen stiess er bei der Stadtgärtnerei auf offene Ohren. Das Resultat ist bereits deutlich sichtbar. Als Nächstes soll die Grünanlage beim Planschbecken neu gestaltet werden, erzählt Litvynov noch bevor man danach fragen kann. Auch beim Restaurant wurde vergangene Woche ein Problem mit dem Kanalgefälle behoben.
Kaum ein Quadratmeter auf dem 3,5 Hektaren grossen Gelände bleibt ohne sichtbare Veränderung. Dazu gehört auch die neue Street-Workout-Anlage, die bereits in den ersten drei Tagen der Saison rege genutzt worden ist. In einer neu renovierten Toilette zeigt er auf einen kleinen und grösseren Klodeckel. «Der kleinere ist für die kleinen Gäste.» Und bei einer Duschkabine entdecken wir eine Wellnessbrause. Das sieht man nicht alle Tage in einer Badi.
Zurück beim Eingang zeigt der Chefbademeister stolz auf die Informationstafel: Aussentemperatur 12,4 Grad, Wassertemperatur im Sportbecken 22,5 Grad. «Ideale Schwimmtemperatur», sagt Litvynov. Gleichzeitig weiss er: In einigen Wochen könnte das Wasser bereits wieder zu warm werden – ab 25 Grad müsse man es abkühlen.
So schnell kann es gehen: von den kalten Eisheiligen zum heissen Frühsommer. Und was möchte Alexey Litvynov in seiner Jubiläumssaison – der fünften – noch verändern? Er schmunzelt: «Es gibt immer noch viel zu tun.» Jedenfalls alles ist bereit für die neue Badisaison.
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