Das Däster-Schild Haus im neuen Glanz

Hinter diesen Mauern steckt Grenchner Industriegeschichte: Das Däster-Schild Haus an der Rainstrasse 3, auch Dästerhaus oder Däster-Schild-Villa genannt, erinnert an die Anfänge und den Aufstieg der Grenchner Uhrenindustrie. Die historisch bedeutende Fabrikantenvilla wurde nun von der Däster-Schild-Stiftung sanft saniert. Am kommenden Samstag, 22. August, öffnet sie ihre Türen: Zu besichtigen sind die neu entstandenen Wohn-, Büro-, Gemeinschaftsräume und der stilvolle Garten.

Das Däster-Schild Haus kann am kommenden Samstag besichtigt werden, nachdem es sorgfältig saniert und revitalisiert worden ist und nun zur vielseitigen Nutzung bereitsteht.  Bild: Michel Lüthi/bilderwerft.ch
Das Däster-Schild Haus kann am kommenden Samstag besichtigt werden, nachdem es sorgfältig saniert und revitalisiert worden ist und nun zur vielseitigen Nutzung bereitsteht. Bild: Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Die Geschichte der Villa spiegelt sinnbildlich Grenchens Entwicklung vom Bauerndorf zur Industriestadt wider. Ursprünglich als Bauernhaus mit Wohn- und Ökonomieteil errichtet, wurde das Gebäude später in mehreren Etappen zu einer Fabrikantenvilla mit stilvoll gestaltetem Garten umgebaut.

Von 1860 bis 2018 war das Haus an der Rainstrasse Wohnsitz der Uhrenfabrikantenfamilie Schild-Hugi und der nachfolgenden Generationen Schild-Howald und Däster-Schild. Nach dem Tod von Rosmarie und Armin Däster-Schild im Jahr 2018 übernahm die Däster-Schild-Stiftung das Anwesen. 2023 beschloss der Stiftungsrat, das kultur-, architektur- und gartenhistorisch bedeutende Ensemble zu erhalten.

Die Stiftung nutzt das grosszügige Anwesen nicht primär für sich selbst, sondern stellt es Dritten zur Miete zur Verfügung. Neu gibt es an der Rainstrasse 3 eine Maisonettewohnung sowie Büros und Gemeinschaftsräume, die dauerhaft gemietet werden können.

Tag der offenen Türe:

Samstag, 22. August, ist um 10 Uhr Türöffnung, im Anschluss mit Führungen durch Haus und Garten im Halbstundentakt.

Es gibt Musik von Fabian Capaldi & Shanky Wyser (10.30 und 14.30 Uhr). Claudia Dahinden liest aus ihrer Uhrensaga «Die Uhrmacherin (11 und 13.30 Uhr). Den ganzen Tag (bis 16 Uhr) gibt es Musik und Erfrischung im «Café Däster-Schild» auf Zeit.