Die Arbeit geht den Stadtgärtnern nie aus

Die Stadt Grenchen beginnt im Oktober mit den Wintervorbereitungen im öffentlichen Raum. Sowohl die Stadtgärtnerei als auch der Forstdienst der Bürgergemeinde haben vielfältige Arbeiten zu erledigen, vor allem bevor der erste Frost und der erste Schnee kommen.

Auf dem Werkhof Grenchen stehen die diversen Behälter und Container für Entsorgungszwecke bereit.Bild: Kevin Delaquis, Werkhof

Auf dem Werkhof Grenchen stehen die diversen Behälter und Container für Entsorgungszwecke bereit.Bild: Kevin Delaquis, Werkhof

Auch das Fuhrwerk muss stets gepflegt werden und jederzeit einsatzbereit sein. Bild: Kevin Delaquis, Werkhof

Auch das Fuhrwerk muss stets gepflegt werden und jederzeit einsatzbereit sein. Bild: Kevin Delaquis, Werkhof

Wird es diesen Winter viel Schnee geben, kommt der Quad mit den Raupen und dem Spurgerät zum Einsatz.Bild: Patrik Mosimann, Förster

Wird es diesen Winter viel Schnee geben, kommt der Quad mit den Raupen und dem Spurgerät zum Einsatz.Bild: Patrik Mosimann, Förster

Der Stadtgärtnerei im Werkhof obliegt der Unterhalt aller städtischen Grünflächen. Dazu gehören der Friedhof, die Schul- und Sportanlagen sowie das Verkehrs- und Parkgrün. Die aktuelle Unterhaltsfläche beträgt über 370 000 Quadratmeter, die sich aus Rasen- und Grasflächen, Pflanzungen und Gehölzen sowie Weg- und Platzflächen zusammensetzen. Mit einem unglaublichen Effort sorgte das Team des neuen Werkhofchefs Kevin Delaquis in den vergangenen Wochen und Monaten während der Rekordtrockenheit dafür, dass Bäume und Pflanzen nicht verdursteten. Viele zusätzliche Arbeitsstunden wurden ohne Murren geleistet mit dem Resultat, dass die meisten Bäume, Pflanzen und Rasenflächen überlebt haben und uns weiterhin erfreuen. Nun folgt bereits im Eilzugtempo die Vorbereitung auf den Winter nach modernen und ökologischen Prinzipien.

Pflanzenschutz und Gehölzpflege

Die Stadtgärtner sind dafür besorgt, dass grosse Pflanzkübel auf öffentlichen Plätzen geschützt werden. Um Frostschäden von unten zu vermeiden, stellt man sie auf Holz- oder Styroporplatten. Mehrjährige Stauden, Gräser und verblühte Blumen lässt man bewusst stehen. In den hohen Stängeln überwintern Insektenlarven und die Samen dienen den Vögeln zur Nahrung. Der grosse Rückschnitt erfolgt hier erst im Frühjahr. Der Winter wird dann von den Stadtgärtnereien dazu genutzt, um Sträucher und Bäume fachgerecht zu schneiden, wenn sie in der Saftruhe sind.

Bodenmanagement und Laubverwertung

Das Grenchner Team entfernt ab sofort das Laub nur von den Strassen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Auf Rabatten und Gehölzen bleibt es als natürlicher Winterschutz liegen. Offene Bodenflächen in Beeten werden mit Laub oder Schnittgut gemulcht. Das schützt die Wurzeln vor Frost, verhindert das Austrocknen des Bodens und liefert Nährstoffe fürs nächste Jahr.

Förderung der Biodiversität

Werkhofchef Kevin Delaquis legt Wert darauf, dass Winterquartiere geschaffen werden. Aus anfallendem Ästen und Gehölzschnitt werden in Parkanlagen Ast- und Steinhaufen aufgeschüttet. Diese dienen Igeln, Erdkröten, Eidechsen und Insekten als lebensnotwendiges Winterquartier. Sträucher mit winterstehenden Früchten werden nicht abgeerntet oder stark beschnitten, damit Vögel im Winter Futter finden.

Und dann die Schneeräumung

Nur wenig gemächlicher kann es Revierförster Patrik Mosimann von der Bürgergemeinde angehen. «Wir nehmen die Natur, wie sie sich präsentiert. Da spielt die Jahreszeit keine grosse Rolle.» Mosimann muss trotzdem im Voraus planen und die Lagerung für das Hackholz (Holzschnitzel zum Heizen) zur Verfügung stellen. Dann müssen auch die Zufahrten mit grossen Lastwagen gewährleistet sein. Im Auftrag von Jurasonnenseite an die Skilift AG übernimmt die Bürgergemeinde die Präparierung des Winter-Wanderwegs zwischen dem Unterberg und der Holzerhütte. «Diesen Auftrag übernehme ich mit einem Quad mit Raupen und dem Spurgerät, wenn es dann genügend Schnee hat.»