Die fünfte Jahreszeit hat begonnen
Die närrische Zeit in Grenchen hat begonnen. Das Denkmal unter dem Stadtdach ist enthüllt worden und die fünfte Jahreszeit läuft. An Hilari hat am Dienstag der «Machtwechsel» stattgefunden und Stadtpräsidentin Susanne Sahli hat den Schlüssel zum Stadthaus bis Aschermittwoch symbolisch abgegeben.
Das Wetter passte irgendwie: garstig kalt und leichter Schneefall. Doch solche Bedingungen stacheln die Fasnächtler jeweils zu Höchstleistungen an und auch auf dem Märetplatz hatte nach dem Aufspielen der Guggen wohl niemand mehr kalt. Der Startschuss zur fünften und schönsten Jahreszeit war gefallen. Um Punkt 17 Uhr wurde zu den Klängen der Schuelschwänzer und der Cocoloris traditionsgemäss das Fasnachtsdenkmal enthüllt. Es wird bis Aschermittwoch allen Passanten anzeigen, wer aktuell die Stadt regiert. Das Sujet des Denkmals war schon seit längerem klar, wird doch jeweils ein Jubiläum einer Clique berücksichtigt.
Nun steht eine grosse Fasnachtspauke, geschmückt mit Noten und Bildern aus der 30‑jährigen Geschichte der Schuelschwänzer, unter dem Stadtdach. Schön sei es geworden, das Denkmal, sagt Obernarr Michel Baier. Entstanden in «exakt 1728 Arbeitsstunden», während derer «48 Liter Weisswein» die Kehlen der Guggenmusiker befeuchtet hätten. Eine Seite weist auf das Jubiläum hin, während die Rückseite das diesjährige Motto «Gränzelos» thematisiert. Die Schuelschwänzer feiern ihr Jubiläum diesen Samstag mit einer grossen Party im Zwinglihaus.
Am Dienstag wurde zudem der Schlüssel zum Stadthaus dem Grenchner Obernarren-Trio mit Michel Baier, Kim Lüthi und Marco Christen übergeben. Kaum im Amt, wurde damit die neue Stadtpräsidentin Susanne Sahli symbolisch bis zum Aschermittwoch bereits wieder abgesetzt.







