Grosse Solidarität für den Grenchner Märit

Es traf ihn besonders hart, den Grenchner Wochenmärit. Innert Sekunden hatte man am letzten Freitagmorgen im Zentrum das Gefühl, die Welt ginge unter. Die Sturmböen haben die Märitstände umgeworfen und geradezu zerfetzt. Nun soll den Gewerbetreibenden geholfen werden – schnell und unbürokratisch mit einem Spendenaufruf.

Chaos und Verwüstung am Grenchner Wochenmärit. Nun rollt eine Welle der Solidarität an.Bild: Dorli Enggist
Chaos und Verwüstung am Grenchner Wochenmärit. Nun rollt eine Welle der Solidarität an.Bild: Dorli Enggist

Da konnte einem angst und bange werden. Wer konnte, suchte Deckung vor den Sturmböen, die alles plattzumachen drohten. Ganze Marktstände flogen durch die Luft, Gemüse und Früchte lagen weit verstreut irgendwo auf dem Boden. «Unfassbar, wie schlimm das für alle gewesen sein muss», sagt Andreas Feller-Ryf. Er und seine Familie schätzen und unterstützen den Grenchner Märit seit Jahren. Die Bilder vom Freitag hätten betroffen und traurig gemacht. Hinter jedem Stand stecke viel Herzblut und Arbeit.

Schnell ist die Idee entstanden, einen Spendenaufruf für die betroffenen Märitleute zu lancieren. Andreas Feller-Ryf: «Unser Wunsch ist ganz einfach: Wir möchten zeigen, dass wir zusammenhalten und unsere Märitleute in dieser schwierigen Situation nicht im Stich lassen.» Es soll Geld gesammelt werden, welches gezielt für Schäden eingesetzt werden kann, die nicht durch Versicherungen und andere Unterstützungen gedeckt sind.

Einige kleine Hürden gibt es jetzt noch zu überspringen. Der Initiant musste die Stadt informieren. Zudem wird ein Spendenkonto bei der Regiobank eröffnet, was auch einige Tage in Anspruch nimmt. Die Kontonummer wird raschmöglichst bekanntgegeben. Mit Flyern wird an den nächsten beiden Freitagen am Märit auf die Spendenaktion zusätzlich aufmerksam gemacht. Der allfällige Spendenbetrag soll schliesslich solidarisch aufgeteilt werden. Eine wunderbare Initiative zur grossen Solidarität ist am Anrollen und wird hoffentlich erfolgreich die gröbsten Schäden in vielerlei Hinsicht zu lindern wissen.