In der «Höufti» ist wieder Leben eingekehrt

Seit drei Wochen führen Vasanthakumar und Suganya Rajagopal das Grenchner Kultrestaurant Helvetia. Das Ehepaar stammt aus Sri Lanka, ist jedoch seit 2009 in der Schweiz tätig. Auf den Teller kommen keine Spezialitäten aus dem Inselstaat, sondern vor allem währschafte Schweizer Klassiker – und das aus gutem Grund.

Vasanthakumar und Suganya Rajagopal mit ihrem Sohn Vasun zeigen sich in ihrem neuen Wirkungsort, in der «Helvetia» in Grenchen. Bild: Joseph Weibel
Vasanthakumar und Suganya Rajagopal mit ihrem Sohn Vasun zeigen sich in ihrem neuen Wirkungsort, in der «Helvetia» in Grenchen. Bild: Joseph Weibel

Vasanthakumar Rajagopal (50) sieht mir wohl an, dass ich einen Durstlöscher gebrauchen kann. Kurzerhand serviert er einen kühlen, hausgemachten Hibiskustee, verfeinert mit Kräutern und einer Scheibe Zitrone. «Das ist ein guter Durstlöscher», sagt er schmunzelnd. Drei Deziliter davon – unter dem Namen «Hibiskustee Helvetia» – gibt es auf Wunsch kostenlos zum Tagesmenü dazu, ebenso einen Salat. Täglich stehen zwei Menüs zur Auswahl: eines mit Fleisch und ein vegetarisches.

«Geniessen Sie authentische Schweizer Küche und europäische Spezialitäten», heisst es auf der neu gestalteten Website des Restaurants Helvetia. Das Lokal mit seinen 45 bis 50 Innen- und 24 Aussenplätzen geniesst in Grenchen längst Kultstatus und empfängt nun wieder Gäste. Ein Blick auf die Speisekarte zeigt die kulinarische Vielfalt: Neben Schweizer Klassikern finden sich italienische Spezialitäten wie Risotto Reggio, Tagliatelle ai Funghi Porcini oder verschiedene Burger-Kreationen – vom «Ladies Special» über die «La Classica» bis hin zum «La Muy Grande» mit mexikanischem Einschlag.

Die Rezepte dazu hat sich Vasanthakumar Rajagopal nicht einfach aus Kochbüchern angeeignet. Seine Küche ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen in Deutschland, Italien und vor allem in der Schweiz, wo er seit 17 Jahren tätig ist. Vor seinem Engagement in der «Höufti» arbeitete er zuletzt in einem Restaurant in Solothurn. Die mexikanische Küche lernte er als Chefkoch in einem mexikanischen Restaurant im Wasseramt kennen.

Ganz neu ist Grenchen für ihn nicht. Bereits früher war er in zwei Betrieben der Stadt tätig. Mit dem Start im Restaurant Helvetia zeigt er sich zufrieden. «Ich freue mich jeden Tag, wenn ich ein Zürcher Geschnetzeltes, Kalbsleber mit Rösti oder ein Rindsfilet auf den Teller zaubern kann», sagt er. Auch die bisherigen Stammgäste hätten der Wiedereröffnung entgegengefiebert. Für die jüngsten Gäste hält die Karte zudem verschiedene kindergerechte Gerichte bereit.

Bis im September möchte sich Rajagopal noch ein genaueres Bild davon machen, welcher Wochentag sich am besten als Ruhetag eignet. Derzeit ist das Restaurant täglich von 9.30 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 22 Uhr geöffnet.

An Ideen für die Zukunft mangelt es ihm nicht. Bereits heute setzt er auf monatliche Spezialangebote. Im laufenden Monat stehen Burger im Mittelpunkt. Sobald die Temperaturen sinken, soll ein «Suure Mocke» als Monatshit folgen. Für Ende September plant Rajagopal zudem ein indisches Buffet. Dann kann der Küchenchef seine ganze Leidenschaft ausleben – und die Gäste mit Spezialitäten aus seiner Heimat verwöhnen.