Kids wünschen sich längere Badi-Öffnungszeiten
Ein besonderer Tag für die Kinder und Jugendlichen im Lindenhaus Grenchen: Mit Stadtpräsidentin Susanne Sahli durfte das Lindenhaus prominenten Besuch begrüssen. Bei einer offenen «Sprechstunde» und einem gemeinsamen Pizzaessen entstanden spannende Gespräche, viele Begegnungen und unvergessliche Momente – ein Anlass, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
«So viele Fragen, starke Ideen und ganz viel Energie! Wir haben Memory gespielt, getanzt, uns spannende Matches am Töggelikasten geliefert und natürlich jede Menge Selfies gemacht», resümierte Stadtpräsidentin Susanne Sahli diese Begegnung. Alles war von der Lindenhaus-Leiterin Melanie Stoller mit ihrem Team bestens vorbereitet. Im Blickpunkt vorerst auch die Tafel mit den Notizen der Kinder. Darauf waren unzählige Fragen, Wünsche, aber auch Anliegen notiert. Im Vorfeld hatte man noch Angst gehabt, dass der Anlass mangels Interesse ins Wasser fallen könnte. Der Pulk aus Kids, welche den hohen Besuch durchs Jugendzentrum führten, war schliesslich fast zu gross: Über 50 Kinder liessen es sich nicht nehmen, an diesem Nachmittag dabei zu sein.
Was macht eine Stadtpräsidentin?
Zuoberst auf der Tafel mit Wünschen und Anliegen stand die Frage: Was macht eigentlich eine Stadtpräsidentin? Sahli verrannte sich keineswegs in Erklärungen zur für Kinder wahrscheinlich langweiligen Verwaltungsarbeit und Vorbereitung politischer Geschäfte, sondern verstand es, den Kindern – die meisten um die 12, 13 Jahre alt – ihren Alltag auf eine verständliche Art und Weise zu beschreiben. Der 13-jährige Remo war von den Antworten derart angetan, dass er beschloss: «Ich werde Stadtpräsident. Das ist so cool. Man wird mich sicher bald wählen.»
Die Wünsche der Grenchner Kids
Die Kids formulierten viele Wünsche. So möchten sie, dass die Badi abends länger offen bleibt und man auch, ohne in Begleitung von Erwachsenen zu sein, bis Feierabend bleiben könne. Käme dann noch eine neue Rutschbahn hinzu, wäre alles perfekt. Und der Bus sollte unbedingt gratis sein oder zumindest billiger. Die Kids reklamierten für sich, nicht alle hätten eine Karte zum Bezahlen: ein Smartphone oder Twint. Der Münzautomat sei noch unverzichtbar. Susanne Sahli versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Ein weiterer Wunsch: Handys im Schulzimmer zu erlauben. Diesen müsse sie jedoch zurückweisen. Dies sei Sache der Schulleitung. Einige der formulierten Wünsche betrafen überraschend die Polizei – die Kinder haben zu den Ordnungshütern ein noch unverkrampftes Verhältnis: Sie wünschen sich mehr Polizeipräsenz an Bahnhöfen, einen grösseren Polizeiposten, mehr Umgang mit Polizisten. Auch ein Platz für Randständige wurde gewünscht.
Offenheit und Unbefangenheit
Genug politisiert. Nun war es Zeit für Pizza. Dafür musste wegen des grossen Andrangs noch nachbestellt werden. «Ich bin total begeistert von der Offenheit, dem Mitmachen und der Unbefangenheit unseres Grenchner Nachwuchses», sagte Susanne Sahli abschliessend.





