Kolpingfamilie feierte Jubiläums-Generalversammlung

Die Kolpingfamilie auf dem Platz Grenchen und Bettlach hatten allen Grund zum Feiern. Sie hielt ihre 80. Generalversammlung im Saal des Eusebiushofes in Grenchen ab – unter dem Motto: Zusammenhalt pflegen; den Schutz der Schwächeren im Blick behalten; die Hoffnung nicht aufgeben.

Präsidentin Marianne Bumbacher blickte vor zahlreich erschienenen Vereinsmitgliedern an der 80. Generalversammlung auf das vergangene Jahr zurück und auf das neue Vereinsjahr voraus. Bild: zvg
Präsidentin Marianne Bumbacher blickte vor zahlreich erschienenen Vereinsmitgliedern an der 80. Generalversammlung auf das vergangene Jahr zurück und auf das neue Vereinsjahr voraus. Bild: zvg

Marianne Bumbacher, Präsidentin des kirchlichen Vereins, gratulierte zum Jubiläum und blickte auf das vergangene Jahr sowie auf das neue Vereinsjahr voraus. Ein sommerlicher Tagesausflug soll dabei ein besonderer Höhepunkt sein.

Ihr Dank galt allen langjährigen Mitgliedern sowie jenen, die ein Amt oder sogar das Präsidium übernommen haben. Heute tragen Marianne Bumbacher, Susanne Starke, Lilianne Lipp und Jacqueline Joye im Vorstand Verantwortung – unterstützt von den Männern, die Aktivitäten wie Kegelabende, Jassnachmittage oder das Racletteessen organisieren.

Gudula Metzel, Präses und Pastoralraumleiterin Wandflue, schaute zurück auf die 80 Jahre. Vor 80 Jahren – das war 1946 – schöpfte man Hoffnung. Der Zweite Weltkrieg war gerade mal zu Ende gegangen. Die Vereinsmitglieder waren im besten Alter: Freundschaften wurden zu Ehen, Arbeiten und Lieben hatten einen festen Rhythmus mit einem festen Ruhetag, dem Sonntag. Mütter waren mit Hauptberuf Hausfrauen. Es gab noch keine Fertigspeisen, Plastik war verpönt, die Kinder lagen noch in Stubenwagen aus Korbgeflecht. Die Kleinkinder verbrachten tagsüber im Laufstall, einem nützlichen Möbelstück, das man, weil es nicht ganz billig war, in den Familien ausgeliehen hat. Und abends gab es ein kleines Zeremoniell, wenn die Mutter Kindergebete sprach: «Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm.» Zur Firmung trug man den ersten Anzug. Mit Kohle wurde geheizt, die Benzinautos noch stolz gefahren, die Kinder schön gemacht zu den Familienfeiern. In der Kolpingfamilie pflegten die jungen Familien Gemeinschaft, unterstützten gute Projekte und kamen zum Beten zusammen. Und das heute schon über 80 Jahre.

Die Welt verändert sich, die Kirche auch. Da war das Zweite Vatikanische Konzil mit seiner Liturgiereform, die viel kritisierte Pillenenzyklika, die Synode der Kirche Schweiz, die Wege zueinander in der Ökumene. Auf allen Leitungsebenen der Kirche gibt es heute ausgebildete Theologinnen.

An diesem Abend wurde auch nach vorne geschaut, denn das Alte wird nicht zurückkehren. Das Vergangene gilt auch nicht als Massstab für die Zukunft. Wer nur sieht, was nicht mehr da ist, dem wird sonst immer etwas fehlen. In jeder Veränderung breche etwas auf und es wachse Neues, so die Referentin.

Marianne Bumbacher, Präsidentin des kirchlichen Vereins, gratulierte zum Jubiläum und blickte auf das vergangene Jahr sowie auf das neue Vereinsjahr voraus. Ein sommerlicher Tagesausflug soll dabei ein besonderer Höhepunkt sein.

Ihr Dank galt allen langjährigen Mitgliedern sowie jenen, die ein Amt oder sogar das Präsidium übernommen haben. Heute tragen Marianne Bumbacher, Susanne Starke, Lilianne Lipp und Jacqueline Joye im Vorstand Verantwortung – unterstützt von den Männern, die Aktivitäten wie Kegelabende, Jassnachmittage oder das Racletteessen organisieren.

Jacqueline Joye gab Einblick in den grossen Spendenbetrag, der im vergangenen Jahr in das Kinderhilfsprojekt in Peru weitergegeben werden konnte. Urpi Wasi ist Quechua und bedeutet auf Deutsch «Taubenhaus». Es bietet rund 350 Kindern einen sicheren und liebevollen Ort, der sie von der Strasse fernhält und es den Müttern ermöglicht, tagsüber den Lebensunterhalt der Familie zu verdienen. Die Kinder erhalten in Urpi Wasi eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie professionelle medizinische und psychologische Betreuung. Sie bekommen eine gute Schulbildung, die ihnen auch wichtige Grundwerte vermittelt.

Urpi Wasi, Konto Sozialaktion: UBS AG, Grenchen PC 80-2-2. IBAN: CH43 0027 2272 3645 4542H.