«Mittlerweile ist eine gewisse Verbindlichkeit da, die ich sehr schätze»

Am kommenden Samstag öffnet das Lindenhaus von 11 bis 19 Uhr seine Türen und gewährt Einblicke in das Haus und seine Angebote. Angereichert wird der Tag der offenen Tür mit Spiel, Spass und Verpflegungsangeboten. Eine gute Gelegenheit auch die Gastgeberin und neue Leiterin Tamara Moser kennen zu lernen.

Tamara Moser, Leiterin Lindenhaus. zVg.)
Tamara Moser, Leiterin Lindenhaus. zVg.)

Tamara Moser, Sie sind seit Anfang Jahr die neue Leiterin vom Lindenhaus – was gefällt Ihnen an der neuen Herausforderung besonders gut?

Ich finde es sehr schön, wenn das Lindenhaus lebt und freue mich, wenn die Jugendlichen kommen und in jedem Raum eine eigene Dynamik vorherrscht. Ich rechne es den Jugendlichen hoch an, wenn sie für private Gespräche zu uns kommen und uns als Team ihr Vertrauen schenken. Mittlerweile ist eine gewisse Verbindlichkeit da, die ich sehr schätze. Die Arbeit mit Jugendlichen bietet eine grosse Abwechslung, was die Arbeitszeit an sich sehr spannend macht. Zudem ist es schön, verschiedene Projekte, wie eben das Open House, mit den Jugendlichen zu planen und ihre Einsatzbereitschaft zu sehen.

Was für neue Akzente haben Sie im Lindenhaus bereits gesetzt?

Akzente in diesem Sinne haben wir im kleinen Rahmen gesetzt, die für uns als Zweier-Team aber sehr wichtig waren. Wir haben das Hausreglement neu aufgesetzt und versuchen mit der ‹richtigen Mischung› aus Regeln und Freiheit die Beziehungen zu den Jugendlichen zu festigen. Somit ist es zum Beispiel ‹Pflicht›, dass sich die Jugendlichen bei uns ‹per Hand› an- und auch wieder abmelden. Die Memberkarten haben wir neu gestaltet, mit einem Polaroidfoto der Jugendlichen und ihrem Namen – das erhöht die Verbindlichkeit und erleichtert es uns, die Namen zu merken ;-).

Was möchten Sie in Zukunft vermehrt ins Zentrum rücken?

Mir, beziehungsweise uns als Team, ist es wichtig, dass die Besucherzahlen stimmen, und bestenfalls auch so bleiben. So werden wir vermehrt daran sein, die Interessen der Jugendlichen abzufragen, was es im Lindenhaus (noch) braucht, damit sie sich wohlfühlen und gerne ihre Freizeit hier verbringen. Zudem bin ich gespannt, wie es im August aussieht, wenn einige unserer Besucherinnen und Besucher ihre Lehre beginnen. Danach werden wir das erste Resümee ziehen und sehen, inwiefern wir ‹an die Säcke› müssen, um neue Jugendliche fürs Lindenhaus zu begeistern.

Sie sind mit 25 Jahren sehr jung für die leitende Position – wovon profitieren Sie aufgrund Ihres Alters?

Ich denke durch mein Alter versuche ich, möglichst innovativ an der Arbeit zu sein. Die Jugendlichen schätzen es, wenn wir versuchen sie in ihren ‹Settings› abzuholen. Dabei habe ich vielleicht noch etwas mehr den Vorteil, ‹nah› bei den Jugendlichen zu sein. Je nach dem ist somit auch das Vertrauen auf einer anderen Basis.