Nebel zum Jahresende, Sonne zum Start
19 Sonnenstunden sollen Grenchen im Dezember beschert worden sein. In den restlichen Stunden war es nicht trüb oder nass, sondern Stadt und Land waren unter einer dicken Nebeldecke verhüllt. Was macht man in solchen Fällen? Man «flüchtet» in die Höhe. Genau so war’s. Auch zum Jahresstart.

Wie MeteoSchweiz dem Lokalsender Telebielingue verriet, haben Gemeinden in Seenähe mehr Nebel als in mittelländischen Regionen. Das bekamen vor allem die Bewohner am Jurasüdfuss zu spüren – ganz entgegen dem Trend. In den letzten Jahren gab es dank besserer Luftqualität und einer wärmer gewordenen Atmosphäre weniger Nebel. Die Menschen am Jurasüdfuss sind an den zahlreichen Nebeltagen einfach auf den Berg gegangen und haben dort die Sonne genossen.
«Im Winter», so Adriana Palermo Amacker, Geschäftsführerin von Jurasonnenseite, «könnte man meinen, gehen die Leute vor allem zum Skifahren oder Schneeschuhlaufen auf den Berg.» Dazu braucht es Schnee, und der war bisher Mangelware – auch auf dem Grenchenberg. Trotzdem herrschte Hochbetrieb auf den Jurahöhen. Die grünen Schneeschuhtrails dienten als Wanderroute – einfach ohne Schneeschuhe. Immerhin gab es zum Jahresbeginn ein paar Zentimeter Schnee. Und die Zeichen stehen gut, dass noch mehr kommt. Zwar steigen die Temperaturen ab heute Donnerstag etwas an, auf dem Grenchenberg sollte es trotzdem für Schneezuwachs reichen. Das gilt insbesondere auch für die kommenden Tage. PS: Mit dem neuen Fahrplan fährt die BGU am Sonntag stündlich auf den Berg. Abfahrt beim Bahnhof Süd jeweils zur vollen Stunde.
«Die Skilift Grenchenberg AG hat alles vorbereitet, um den Skibetrieb kurzfristig wieder starten zu können», versichert Adriana Palermo von der Tourismusorganisation. «Das gilt auch für unsere Schneeschuhtrails.» Am 1. Februar und 1. März finden wieder die Vollmond-Schneeschuhtouren mit anschliessendem Fondueessen auf dem Oberberg statt. Treffpunkt ist jeweils um 17.30 Uhr beim Restaurant Untergrenchenberg. Vom 2. bis zum 13. Februar 2026 finden zudem die Sportwochen statt. Hoffen wir also auf pralle Schneekissen von Frau Holle!
Adriana Palermo hat noch eine weitere gute Nachricht: Das Grenchner Tissot Velodrome, das Herzstück des Schweizer Radsports, ist für den Tourismuspreis des Kantons Solothurn nominiert worden. Am 17. Januar 2026 wird bekannt gegeben, welches der 32 ausgewählten Projekte von einer Fachjury zum Handkuss kommt.