Städtische Anlässe vermehrt stärken
Die Fasnacht, das Grenchner Fest, die Chürbisnacht und der Weihnachtsmarkt sind Grenchner Anlässe mit Tradition und in der Bevölkerung fest verankert. Diese Anlässe sind jedoch gefährdet, weil es immer schwieriger wird, Organisatoren, Helferinnen und Helfer zu finden. Zudem scheitern Grossanlässe oft an den Finanzen und den Auflagen.

Beispiel Grenchner Fest: Nach 2018 gab es – vor allem wegen Corona – eine vierjährige Zwangspause. Die letztjährige Durchführung war ein Erfolg und hat die Organisation beflügelt, weiterzumachen. Beispiel Fasnacht: Es gibt die Chesslete, den Umzug, Narrentreiben überall – aber die Zünfte werden kleiner, die Kosten generell immer grösser. Das gilt auch für den Weihnachtsmarkt, der unter anderem wegen mangelnder personeller Ressourcen diese Jahr nicht stattfindet.
Warum wird es immer schwieriger und was bedeutet das? Die Antwort gibt die Stadt Grenchen in einer Medienmitteilung gleich selber. Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels hätten es die Organisatoren der städtischen Anlässe immer schwerer. Die OK würden kleiner, die Kosten und Gebühren stiegen und die Bewilligungen würden umfangreicher.
Die Stadt will deshalb unterstützungswürdige Veranstaltungen verstärkt mit einem finanziellen Beitrag und städtischen Dienstleistungen unterstützen. Die OK von Anlässen, die im Kontext der Innenstadtbelebung stünden, würden zudem mit städtischen Personalressourcen für den Auf- und Abbau von Zelten, Festbankgarnituren, Bühnenelementen, Absperrgittern, Signalisation, Entsorgung und Strassenreinigung unterstützt, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Deshalb beantragt die Gemeinderatskommission beim Gemeinderat, den Beitrag für Dienstleistungen und Erlasse sowie Beiträge für die Kulturförderung auf 100000 Franken zu erhöhen. Unterstützt würden Grenchner Anlässe, die im Katalog des vom Gemeinderat verabschiedeten Kulturleitbildes der Stadt Grenchen enthalten seien. Mit der Erhöhung bekenne sich die Stadt zu Anlässen, die der Bevölkerung etwas böten – ganz im Sinne der Kompass-Strategie «Leben und Wohnen». Zudem wolle man die Position als «Eventstadt» stärken.