«Uszyt»: Ein Ort der Geborgenheit öffnet seine Türen

«Uszyt» ist kein Schlagwort, sondern gelebte Realität – seit bald drei Jahren in der Senioren-Tagesstätte Grenchen (SETA). Was einst als Idee begann, ist heute ein fester, wirkungsvoller Bestandteil in einem wachsenden Mosaik.

Gordana Schmid (links) und Anja Glivar haben viel Zeit investiert in die Gestaltung der Umgebung von der «Uszyt». Nun soll alles Grüne im Garten langsam gedeihen.Bilder: Joseph Weibel. Fotomontage: Barbara Adank

Gordana Schmid (links) und Anja Glivar haben viel Zeit investiert in die Gestaltung der Umgebung von der «Uszyt». Nun soll alles Grüne im Garten langsam gedeihen.Bilder: Joseph Weibel. Fotomontage: Barbara Adank

Um die ganze Liegenschaft verläuft ein lauschiger, durch einen Handlauf gesicherter Spazierweg.

Um die ganze Liegenschaft verläuft ein lauschiger, durch einen Handlauf gesicherter Spazierweg.

Mit viel Herzblut, Mut und Ausdauer wurde aus einer Vision ein Ort der Begegnung geschaffen – ein Ort, der Geborgenheit schenkt und den Alltag vieler Seniorinnen und Senioren bereichert. Am kommenden Samstag öffnen sich erneut die Türen der Tagesstätte an der Bergstrasse in Grenchen – für alle, die Einblick nehmen, spüren und erleben möchten, was «Uszyt» wirklich bedeutet.

Was bedeutet «Uszyt»? Nomen est omen: «Uszyt» steht für ein Haus an der Bergstrasse, das auf mehreren Etagen Raum für Gemeinschaft und Rückzug zugleich ist. Mit hellen Aufenthaltsräumen, einer offenen Küche und gemütlichen Zimmern wird den Gästen ein temporäres Zuhause ermöglicht – auch über Nacht. Übernachtungen sind unter der Woche möglich.

Ein engagiertes Team aus Fachpersonen sorgt Tag für Tag dafür, dass die Gäste individuell betreut und liebevoll begleitet werden. Auf Wunsch werden sie von zu Hause abgeholt und wieder zurückgebracht – ein Angebot, das besonders für Angehörige eine wertvolle Entlastung darstellt.

Ein besonderes Herzensprojekt ist nun ebenfalls Wirklichkeit geworden: der Sinnesgarten. Es sind nicht nur Blumen, Sträucher und junge Obstbäume, die hier wachsen. Diese grüne Oase widerspiegelt den Raum, in dem Menschen zur Ruhe kommen und die Natur mit allen Sinnen erleben können. Ein Ort, der die Elemente Erde, Luft und Wasser vereint. Fehlt da nicht das Feuer? Anja Glivar, die Tochter von Gordana Schmid, ergänzt lächelnd: «Das Feuer, das brennt in uns.» Damit meint sie ihre Mutter und sich, ihren Ehemann – ebenfalls als Betreuer in der «Uszyt» tätig –, den Sohn als Koch sowie zwei weitere Mitarbeitende.

Was zeigt sich heute? Ein schöner Rundweg um das Haus, gesichert durch ein Geländer; links und rechts wachsen Sträucher und Obstbäume, im grossen Hochbeet gedeihen Kräuter, Blumen und vieles mehr. Pünktlich zu den wärmeren Temperaturen wurde alles fertiggestellt. «Fast fertig», sagt Gordana Schmid. Es gebe noch einiges zu tun, doch insgesamt sei sie sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. Noch sei vieles am Wachsen. Doch genau darin liege die besondere Schönheit des Ortes, findet Gordona Schmid. «Der Garten ist wie das Leben selbst. Er braucht Zeit, Pflege und Menschen, die ihn mit Leben füllen.» Im Garten können auch die Gäste selbst aktiv mitgärtnern. Geplant ist zudem ein kleiner Bereich für Tiere wie Hühner oder Hasen – ein Ort für Mensch, Tier und Natur.

Wer noch mehr erfahren möchte, hat bis Ende Juni 2026 die Möglichkeit, einen Gratisschnuppertag zu erleben.

Mit viel Herzblut, Mut und Ausdauer hat Gordana Schmid ihre Vision Schritt für Schritt umgesetzt – gemeinsam mit ihrer Familie, die sie auf diesem Weg tatkräftig unterstützt. «Ohne meine Familie hätte ich dieses Projekt nicht verwirklichen können», sagt Gordona Schmid dankbar.

Hat sie bereits die nächste Idee? «Ich möchte als Nächstes einen Lindenbaum pflanzen. Die Linde gilt als Beschützerin eines Hauses.»

Am Samstag, 25. April 2026, ist in der Seniorentagesstätte Uszyt an der Bergstrasse 56 in Grenchen ein Tag der offenen Türe – begleitet von einer Gartengrillparty und verschiedenen Aktivitäten. Der Tag der offenen Türe beginnt um 11 Uhr und dauert offiziell bis 15 Uhr. «Wenn es länger dauert, ist das kein Problem», sagt Anja Glivar. «Wir möchten allen Interessierten zeigen, was in der ‹Uszyt› steckt.»