Wer erinnert sich? Aufruf an ehemalige Uhrenarbeiterinnen

Über die Hälfte der Arbeiter in Grenchens Uhrenfabriken waren Frauen. Zusätzlich arbeiteten ungezählte Frauen in Heimarbeit für die Zuliefererbetriebe. Sie alle haben einen grossen Beitrag zur Hochkonjunktur der Uhrenstadt Grenchen geleistet.

Arbeitende in einer ehemaligen Uhrenfabrik.

Arbeitende in einer ehemaligen Uhrenfabrik.

Das Austrittszeugnis einer Uhrenarbeiterin.

Das Austrittszeugnis einer Uhrenarbeiterin.

In seiner neuen Sonderausstellung «Taktgeberinnen. Die unbekannte Geschichte der Uhrmacherinnen» will das Museum Grenchen diese Geschichte erzählen.

Museumsleiterin Anne Hasselmann: «Dafür brauchen wir Sie! Haben Sie selbst als Uhrenarbeiterin in einer Fabrik gearbeitet? Oder waren Sie als Heimarbeiterin für die Uhrenindustrie tätig? War Ihre Mutter, Tante oder Grossmutter Fabrikarbeiterin oder Heimarbeiterin und hat Ihnen ihre Geschichte erzählt?»

Das Museum Grenchen sucht auch Fotos, Dokumente, Instrumente, Werkzeuge, Arbeitskleidung oder andere Objekte, die diese Arbeit dokumentieren. Anne Hasselmann: «Denken Sie auch an Dinge, die Ihnen auf den ersten Blick unscheinbar erscheinen, etwa eine alte Saridon-Schachtel oder ein Kittel – für uns im Museum sind gerade die alltäglichen Objekte von Bedeutung.»

Mit jedem Beitrag als Zeitzeugin oder als Donator oder Donatorin von Objekten unterstützen diese ehemaligen Mitarbeitenden in der Uhrenindustrie die Arbeit des Museums und helfen, die Geschichte von Grenchens Frauen in der Uhrenindustrie aus der Vergessenheit zu holen.

Wenden Sie sich gerne per Mail direkt an die Museumsleiterin Anne Hasselmann oder kommen Sie mit Ihren Objekten und Geschichten am 28. September (9 bis 17 Uhr) im Museum Grenchen an der Absyte 3 vorbei.