Zeigt Frau Holle doch noch Einsicht?
Am Montag beginnen in Grenchen und Umgebung die Sportwochen. Während 14 Tagen stehen dabei der Grenchenberg und die Angebote der Skischulen im Vordergrund. Die Frage aller Fragen lautet nun: Hat es bis dahin genügend Schnee?
Das Wintersportherz frohlockt: Seit Beginn der Woche sind die Gipfel des Grenchner Hausbergs in Weiss gehüllt. Der Winter scheint also sein Comeback geben zu wollen. Gibt es für die vielen Schulkinder, die in ihren Sportwochen auf die Skier möchten, doch noch Hoffnung?
Skilifte in Betrieb?
Ein «Schäumchen» Schnee sieht zwar sehr schön aus, besonders wenn die Temperaturen tief bleiben und die weisse Pracht nicht wegschmilzt, einige wenige Zentimeter Schnee reichen jedoch nicht, um Ski fahren zu können. «Damit die Piste präpariert werden kann, benötigt es doch eine solide Grundlage von mindestens 10 cm Schnee. Erst wenn die Piste in Betrieb genommen werden könnte, wird auch der Skilift gestartet», sagt Urs Brotschi von Bro-Sport Selzach. Die Wetteraussichten für die nächsten drei Tage stimmen den Skilehrer sehr optimistisch. «Neuschnee ist angesagt, wenn auch nicht im grossen Mengen. Zugute kommt uns, dass die Temperaturen relativ niedrig bleiben. Läuft alles nach Plan, starten wir am Montag, 2. Februar, mir der Skischule.» Eine Woche kostet für Kinder unter 6 Jahren 160 Franken, Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren zahlen 200 Franken inklusive Lift. Der Unterricht findet von 14.15 bis 16.15 Uhr statt. Diese Zeiten sind auf den Busfahrplan abgestimmt. Der BGU fährt ja seit dem Fahrplanwechsel im Dezember zum Beispiel am Wochenende neu stündlich auf die Grenchenberge.
Restaurant geöffnet
Etwas weniger optimistisch zeigt sich der langjährige Grenchenberg-Skilehrer André Klinger. «Es wäre ein grosses Geschenk vorab für die Jugend, wenn die Skischule durchgeführt werden könnte. Ob dafür die Schneemenge allerdings reicht?» Der Selzacher ist jedoch bereit, am Montag auf dem Berg die Schüler in Empfang zu nehmen. Treffpunkt ist beim Skilift. Damit während der Sportwochen auf dem Hausberg niemand Hunger leiden muss, öffnet das Bergrestaurant auch an seinem offiziellen Ruhetag. «Wir sind für alle da und werden sogar unsere spezielle Skischul-Kinderkarte anbieten. Darauf sind Snacks bereits ab 5 Franken zu finden», sagt die Wirtin Kristina Schneider. Es gibt also kaum jemanden, der sich für die nächsten beiden Wochen nicht darauf freuen würde, wenn genügend Schnee zu liegen käme und auch diverse andere Wintersportarten stattfinden könnten. Bleibt zu hoffen, dass Frau Holle mit den Grenchner Wintersportfreunden Einsicht zeigt und ihre Kissen gehörig ausschüttelt.



