Życzymy wszystkim smacznego!

Internationale Küche ist bei Granges Mélanges Programm – nicht erst seit letzten Donnerstag bei einem polnischen Kochabend. Unter der Leitung von Jolanta Ciesielska-Sieradzka bereiteten die zwölf Teilnehmenden gemeinsam ein Dreigangmenü zu und erhielten dabei Einblicke in die polnische Küche.

Sabine Schär (rechts) und Manuela Kaltenrieder sind Vorstandsmitglieder von Granges Mélanges und unter anderem verantwortlich für die Organisation der Kochkurse.

Sabine Schär (rechts) und Manuela Kaltenrieder sind Vorstandsmitglieder von Granges Mélanges und unter anderem verantwortlich für die Organisation der Kochkurse.

Maryna Usatenko, ihre Mutter Nadija Usatenko und Teilnehmer Joseph Weibel, Redaktionsleitung «Grenchner Stadt-Anzeiger» (von links). Das Trio war für die Randensuppe zuständig.

Maryna Usatenko, ihre Mutter Nadija Usatenko und Teilnehmer Joseph Weibel, Redaktionsleitung «Grenchner Stadt-Anzeiger» (von links). Das Trio war für die Randensuppe zuständig.

Fabian (vorne) begleitete seine Mutter Nicole Knuchel (rechts). Links Shanti Kanesh. Sie gehörten zu den Pierogi-Machern (Hauptgang).

Fabian (vorne) begleitete seine Mutter Nicole Knuchel (rechts). Links Shanti Kanesh. Sie gehörten zu den Pierogi-Machern (Hauptgang).

Kathrin Fischer (vorne), Corinne Maier und Isabelle Dolninger (hinten) waren ebenfalls für den Hauptgang zuständig.

Kathrin Fischer (vorne), Corinne Maier und Isabelle Dolninger (hinten) waren ebenfalls für den Hauptgang zuständig.

Lisa Bertelle (links, Autorin dieses Artikels) war zusammen mit Thayamathi Manichelvan in der Dessert-Küche.

Lisa Bertelle (links, Autorin dieses Artikels) war zusammen mit Thayamathi Manichelvan in der Dessert-Küche.

Die Koch-Crew an der Tafel. Vorne links Kochleiterin Jolanta Ciesielska-Sieradzka, die das polnische Menü zusammenstellte.

Die Koch-Crew an der Tafel. Vorne links Kochleiterin Jolanta Ciesielska-Sieradzka, die das polnische Menü zusammenstellte.

Randensuppe nach polnischer Art.

Randensuppe nach polnischer Art.

Pierogi in Butter mit verschiedenen Füllungen: Sauerkraut mit Pilzen, Buchweizen und Fleisch.

Pierogi in Butter mit verschiedenen Füllungen: Sauerkraut mit Pilzen, Buchweizen und Fleisch.

Zum Dessert gab es kleine polnische Cheesecakes mit frischen Blaubeeren.Bilder: Joseph Weibel und Lisa Bertelle

Zum Dessert gab es kleine polnische Cheesecakes mit frischen Blaubeeren.Bilder: Joseph Weibel und Lisa Bertelle

Kursleiterin Jolanta Ciesielska-Sieradzka lebt seit sieben Jahren in der Schweiz und teilt ihre Leidenschaft fürs Kochen gerne mit anderen. Besonders die Zubereitung von Pierogi, den bekannten polnischen Teigtaschen, liegt ihr am Herzen. «Für mich ist Kochen wie Therapie», erzählt sie. Oft bereitet sie die Pierogi am Abend zu Hause vor, wenn ihre Kinder und ihr Ehemann bereits schlafen. Der Teig müsse dünn ausgerollt, gefüllt und anschliessend sorgfältig gefaltet werden. «Jede Familie hat ihre eigene Falttechnik», erklärt sie schmunzelnd. Ähnliche Gerichte gibt es auch in anderen Kulturen, etwa Wareniki in der Ukraine oder Gyoza in Japan. Das Grundprinzip sei überall ähnlich: Teig und Füllung, jedoch mit unterschiedlichen kulturellen Varianten.

Integration durch gemeinsames Kochen

Organisiert wurde der Abend vom Verein Granges Mélanges, der sich für die Integration von Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen in Grenchen einsetzt. «Die Idee hinter diesen internationalen Kochkursen ist die Integration», erklärt Vorstandsmitglied Sabine Schär. Die Veranstaltungen sollen Begegnungen ermöglichen und den Austausch fördern. Im vergangenen Jahr gab es Kochkurse mit typischen Schweizer Gerichten, damit Zugewanderte auch die lokale Küche kennenlernten. Die Kochabende gehen ursprünglich auf das Sprachcafé des Vereins zurück, das jeweils am ersten Freitag im Monat im Lindenhaus stattfindet. Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund bringen dabei oft kleine Spezialitäten aus ihrer Heimat mit. Daraus entstand die Idee, gemeinsam zu kochen. Integration geht auch durch den Magen.

Heute organisiert Granges Mélanges im Durchschnitt zweimal pro Jahr einen solchen Anlass. Der nächste Kochabend findet am 10. September statt. «Dann wird tamilisch gekocht», kündigt Schär an.

Auch Vorstandsmitglied Manuela Kaltenrieder betont die integrative Wirkung solcher Veranstaltungen: «Manche Menschen fühlen sich isoliert und einsam. Solche Anlässe helfen, neue Leute ungezwungen beim gemeinsamen Kochen kennenzulernen», sagt sie. Im vergangenen Jahr fand erstmals sogar ein Männerkochabend statt, um einen Raum für Austausch unter Männern zu schaffen.

Auf dem Menü des Abends standen eine polnische Randensuppe, Pierogi in Butter mit drei verschiedenen Füllungen und zum Dessert kleine polnische Cheesecakes. Nach rund zwei Stunden gemeinsamer Arbeit in kleinen Gruppen setzten sich alle an den Tisch. «Smacznego», wünschte Jolanta Ciesielska-Sieradzka, was auf Polnisch «Guten Appetit» heisst. Beim anschliessenden gemeinsamen Essen war die Rückmeldung durchweg positiv. Die Teilnehmenden freuten sich über die neue kulinarische Erfahrung und den Austausch miteinander.

Die beiden ebenfalls kochenden Autoren, Lisa Bertelle und Joseph Weibel, werden in einer späteren Ausgabe über ihr Kocherlebnis schreiben.